Ausstellung in Berlin-Kreuzberg über afrikanische Drogendealer
Ausstellung in Berlin-Kreuzberg über afrikanische Drogendealer
Datum: 26.10.2017 - 10:29 Uhr
Die eine oder andere Entscheidung, die in Berlin in der jüngeren Vergangenheit getroffen wurde, traf bei der Vielzahl der Bürger des Landes auf, gelinde gesagt, wenig Verständnis. Mit diversen Aktionen, die stark propagandistische Charakterzüge zeigten, wollte man versuchen, den Menschen die Defizite der fehlgeleiteten Flüchtlingspolitik als positive Errungenschaften, als einen Mehrwert, unterzujubeln. Als eine solche Aktion darf wohl auch der jüngste Vorstoß des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg verstanden werden.
Dort ist man nämlich der festen Überzeugung, dass die afrikanischen Drogendealer, die ihren Stoff unter anderem am Kottbusser Tor und anderen Kriminalitätsschwerpunkten des Bezirks unter die Leute bringen, in der öffentlichen Wahrnehmung viel zu schlecht wegkommen. Eine Ausstellung im Museum des Bezirks soll sich daher dem Thema aus einer anderen Perspektive nähern, wie es in der Ankündigung zu dieser Ausstellung heißt. Der Blick solle auf die Menschen und ihre persönliche Geschichten gerichtet werden.
Verantwortlich für das Museum ist das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg, das gegenwärtig von den Grünen geführt wird. Zwar solle die Ausstellung keine Glorifizierung von Drogen oder dem Drogenhandel darstellen, wie es die Bezirksbürgermeisterin Monika Hermann (Bündnis 90/Grüne) betont; liest man aber den Satz, dass die Drogendealer »vor dem Hintergrund dieser vielfältigen Widerstände...(...)... unerschrocken und tapfer im öffentlichen Raum« arbeiten, so klingt das doch seht stark nach genau einer solchen versuchten Glorifizierung.
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