Ausfall der russischen Öl-Produktion nicht kompensierbar

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Ausfall der russischen Öl-Produktion nicht kompensierbar
Datum: 12.04.2022 - 10:19 Uhr

Sollten westliche Politiker an ihren Sanktionsgelüsten gegen Russland festhalten und das russische Öl vom internationalen Handel ausschließen, so entstünde eine Versorgungslücke von sieben Millionen  Barrel pro Tag. Diese Lücke zu kompensieren sei der OPEC nicht möglich. Das erklärte OPEC-Generalsekretär Mohammed Barkindo bei einem Treffen mit EU-Vertretern. »Angesichts der aktuellen Nachfrageaussichten wäre es nahezu unmöglich, einen Verlust an Volumen in dieser Größenordnung zu ersetzen«, formuliert die Nachrichtenagentur Reuters die Aussage Barkindos.

Die EU habe bei dem Treffen in Wien um eine entsprechende Prüfung gebeten, da aktuell russisches Öl noch nicht von den Sanktionien betroffen ist. Zu gerne würde man bei der EU dem russischen Öl den Zugang zum Weltmarkt verwehren, allerdings sind solche Drohungen aufgrund der Faktenlage leere Worthülsen. Einige Staaten, so die USA, Kanada und Australien, haben den Kauf russischen Öls bis auf Weiteres unterbunden und greifen jetzt auf andere Liefernationen zurück. So beziehen die USA jetzt ihr Öl von Venezuela mit seinem lupenreinen demokratischen Präsident Nicolás Maduro.

Allerdings gibt es hier jede Menge Probleme: erstens sind die Ölförderungsanlagen in Venezuela derart marode, dass sie ohne Finanzhilfe kaum zu modernisieren sind. Zweitens hat Venezuela das Geld für die Modernisierung nicht. Drittens müsste dieses Geld aus dem Ausland (hier also der USA) für die Modernisierung vorgestreckt werden. Viertens sind die Auslandskonten Venezuelas eingefroren. Und fünftens wird Maduro diesem Deal erst dann zustimmen, wenn dieses Geld wieder frei gegeben wird.

Die USA würden in diesem Fall einer kommunistischen Diktatur finanziell Vorschub leisten und sie de facto unterstützen. Sollte die Biden-Administration tatsächlich diese Schritte unternehmen, ist die Wahl 2024 bereits heute gelaufen.

Sven von Storch

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