Aus für Bierhoff beim Deutschen Fußball-Bund (DFB)
Aus für Bierhoff beim Deutschen Fußball-Bund (DFB)
Datum: 07.12.2022 - 10:04 Uhr
Der sportliche Offenbarungseid der DFB-Auswahl in Katar hat nun auch personelle Folgen. Bierhoff, der schon seit Monaten immer wieder im Fokus der Kritik stand, ist nicht länger in Diensten des Deutschen Fußball-Bunds (DFB). Offiziell hat man sich auf eine Auflösung seines Dienstverhältnisses in beiderseitigem Einvernehmen verständigt. Tatsache ist, dass man beim DFB zuvor angedacht hatte, Bierhoff aus der Verantwortung für das Herren-Team herauszunehmen und ihn irgendwo im Nachwuchsbereich zu »parken«. Ihm wird, und das nicht erst seit dem jetzigen Debakel in Katar, zur Last gelegt, durch seine ständige Politisierung der Auswahl dafür gesorgt zu haben, dass die deutschen Fans keinen Bezug mehr zu den Spielern aufbauen konnten. Bereits die Umbenennung der »Deutschen Nationalmannschaft« in den absurden Begriff »Die Mannschaft« war auf Bierhoffs Mist gewachsen und stieß seitdem immer wieder auf Kritik.
Bierhoff ist dafür verantwortlich, dass das Aushängeschild des deutschen Fußballs mehr und mehr zu einer Art politischen Kasperltheater verkümmert ist. Auch seine arrogante, abgehobene und besserwisserische Art, die er schon als Spieler zur Schau stellte, kam selten bis gar nicht gut an. Die Fans hatten und haben ein Gespür für solche Dinge. Bierhoff schien oftmals während einer Partie mehr Wert auf den ordentlichen Sitz seiner Frisur zu legen, als sich für und im Spiel zu engagieren. Der auch heute noch in Fußballstadien oftmals intonierte Spottgesang »Er hat die Haare schön« beruht genau auf dem Gehabe von Bierhoff.
Dass er es dennoch zu 70 Berufungen in die DFB-Auswahl und anschließend in den Stab des Fußballbundes schaffte, lag in erster Linie daran, dass Bierhoff es instinktiv verstand, sich bei den wichtigen Leuten zur richtigen Zeit einzuschmeicheln. Damit ist jetzt Schluss.
DFB-Trainer Flick zeigt sich enttäuscht über den Weggang Bierhoffs und zickt aktuell in den Medien lautstark herum. Er wiederum ist für die Ausswahl der Spieler für Katar hauptverantwortlich. Statt das Leistungsprinzip anzuwenden, hat er Spieler ausgewählt, die politisch auf Linie und medial stromlinienförmig weichgespült sind. Konsequent (und richtig) wäre es, wenn Flick sich nach dem Desaster ein Beispiel an den Trainern von Belgien oder Mexiko genommen hätte. Die sind nach dem Ausscheiden ihrer Teams aus dem Turnier noch am gleichen Tag zurückgetreten. So zeigt man Verantwortung; nicht dadurch, dass man in den Medien greint und heult, weil man sich angeblich ungerechtfertigt angegriffen fühlt.
Der deutsche Fußball braucht neben und auf dem Platz wieder echte Typen, echte Kerle, echte Sportler, mit denen sich die Fans identifizieren können. Wer das Trikot mit dem Adler auf der Brust trägt, sollte Stolz dafür empfinden und sich der großen Verantwortung bewusst sein, die damit verbunden ist. Auf dem Platz ist wichtig; alles andere ist »kalter Kaffee« und interessiert die Fans nicht. Sie wollen keine Regenbogenbinden-Diskussion, keine Einhörner, keine LGQBTUSW-Propaganda »ihrer« Fußballer.
Den Fans ist es egal, wer im »horizontalen Zweikampf« daheim im Schlafzimmer oder wo auch immer, wem welches Körperteil in welche Körperöffnung steckt. Das ist Privatsache, sollte es auch bleiben und ist in Ordnung, sofern alle Beteiligten erwachsen und damit einverstanden sind.
Auf dem Platz aber erwarten die Fans, dass sich die Spieler ihren rückwärtigen Körperteil aufreißen und sportliche Höchstleistungen bringen. Wenn es sein muss, dann wird der gegnerische Spieler samt Ball auch einmal über die Seitenline gegrätscht: das gehört dazu, das will der deutsche Fan sehen. Und nicht politisch eingenordete, stramm auf Linie gebürstete Weicheier, die das Trikot zum Auslüften über den Platz tragen. Zurück zu den Wurzeln, sollte die Devise beim DFB jetzt lauten. Mit einem Bierhoff wäre das nicht möglich gewesen und deswegen musste er weg. Auch mit einem Flick ist das nicht möglich, daher kann es in seiner Personalie auch nur eine Konsequenz geben.
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