Auftrittsverbot für Hans-Georg Maaßen in den Räumen der Union-Bundestagsfraktion
Auftrittsverbot für Hans-Georg Maaßen in den Räumen der Union-Bundestagsfraktion
Datum: 10.05.2019 - 11:14 Uhr
Zu viel Kritik an der von Fehlern und Mängeln behafteten Politik von Merkel und ihren Seilschaften kommt nicht besonders gut an. Das mussten schon Roland Koch und Friedrich Merz erfahren, die von Merkel eiskalt abserviert wurden. Mit zunehmenden Alter sägt Merkel Kritiker nicht mehr selber ab - sie lässt sie absägen oder kaltstellen. Das musste auch Hans-Georg Maaßen erfahren, als er der verordneten Propaganda über angebliche Verfolgungsjagden in Chemnitz nicht folgen wollte. Herkunft und Hintergrund des 19-Sekunden-Videos sind längst geklärt, doch bis heute verweigern sich Merkel und Konsorten wie auch die Mainstreammedien einer Richtigstellung. Für Maaßen bedeutete seine Weigerung das Ende seiner Laufbahn; er wurde als Verfassungsschutzpräsident geschasst.
Dennoch blieb Maaßen seiner Partei, der CDU, verbunden und macht jetzt aktiven Wahlkampf. Allerdings lässt er keinen Millimeter von seiner Kritik an Merkel und ihrer Vielzahl von Fehlern und Versäumnissen nach. Was ihm zum Beispiel bei den Anhängern der Jungen Union viel Beifall und Zuspruch einbringt, sorgt in den Reihen der Merkel-Vertrauten für jede Menge Missstimmung.
Ralph Brinkhaus, der aktuelle Vorsitzende der Unions-Bundestagsfraktion, hat sich nach seiner Wahl im Vorjahr längst bei Merkel angebiedert und liegt mit ihr auf einer Wellenlänge. Kritik an Merkel lässt er nicht zu. Schon gar nicht aus den eigenen Reihen. Also verhängte er flugs ein Auftrittsverbot in den Räumen der Unions-Bundestagsfraktion gegen Maaßen. Das hindert Maaßen jedoch nicht daran, weiterhin aufzutreten. Unterstützung ist ihm dabei von der Werte-Union sicher, einer Gruppe in der Union, die keinen Hehl daraus macht, welches Ziel sie verfolgt: »Merkel muss weg« ist das Motto der Werte-Union.
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