Auftritt von Altparteienpolitiker durch Linksextremisten verhindert
Auftritt von Altparteienpolitiker durch Linksextremisten verhindert
Datum: 24.10.2019 - 10:28 Uhr
Dass Linksextremisten Auftritte von Politikern verhindern, Podiumsdiskussionen stören, Hauswände beschmieren, Autoreifen zerstechen und auch Politiker überfallen, niederschlagen und zu bestehlen versuchen, ist seit Wochen und Monaten Usus in Deutschland. Außer in den Reihen der betroffenen Politikern hat sich bisher aber niemand darum geschert. Auch jene Attacken waren direkte Angriffe auf die Demokratie und die freiheitlich-demokratische Grundordnung. Aber die Altparteien hielten sich mit Kritik an dem Vorgehen der Linksextremisten sehr zurück - es traf ja nicht jemanden aus ihrer Partei, sondern einen direkten politischen Konkurrenten.
Jetzt auf einmal erhebt sich aber Wehgeschrei und Wehklagen in den Reihen der Altparteien. Die Linksextremisten machen nämlich gegen sie mobil. Christian Lindners (FDP) Ansinnen, an der Uni Hamburg auftreten zu dürfen, wurde abschlägig beschieden. Wenige Tage zuvor hingegen durfte Sahra Wagenknecht von den Postkommunisten an der Uni als Hauptrednerin an einer Diskussionsveranstaltung teilnehmen. Doch Lindner musste draußen bleiben.
Auch Thomas de Maizière (CDU) machte in Göttingen Bekanntschaft mit dem ganz besonderen Demokratieverständnis der Linksextremisten. Etwa hundert von ihnen hatten den Zugang zum Rathaus der Stadt blockiert, wo de Maizière einje Lesung aus seinem neuen Buch halten wollte. Johannes-Peter Herberhold, Geschäftsführer des Literaturherbstes und somit Gastgeber der Lesung, wurde von den Extremisten körperlich attackiert, Teile seiner Kleidung wurden zerrissen.
Die Polizeiführung Göttingen riet zu einer Absage der Veranstaltung, die Demokratie knickte vor der linksextremistischen Gewaltbereitschaft ein.
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