Auch bei den Direktmandaten wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen erwartet
Auch bei den Direktmandaten wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen erwartet
Datum: 02.06.2021 - 10:12 Uhr
Vor der am kommenden Sonntag stattfindenden Landtagswahl in Sachsen-Anhalt sehen die Umfrageinstitute - mit einer Ausnahme - ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der im Parlament noch führenden CDU und der AfD voraus. Die meisten Umfrageinstitute sehen einen Vorteil zu Gunsten der AfD, lediglich die von den per Zwangsabgabe finanzierten Sendern des öffentlich-rechtlichen Rundfunks (ÖRR) in Auftrag gegebene Umfrage weicht davon deutlich ab. In den sozialen Medien wird offen darüber spekuliert, dass das Ergebnis vor Veröffentlichung der Umfrage bereits festgestanden haben soll, Begriffe wie »Gefälligkeitsumfrage« und »Meinungsmanipulation« machten bereits die Runde. Nicht zuletzt deshalb, weil in der Umfrage der ÖRR die Grünen deutlich besser abschnitten als in den anderen Umfragen.
Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt sind neben den Zweitstimmen auch die Direktmandate in den 41 Wahlkreisen zu erlangen. Die waren bisher eine sichere Bank für die CDU, doch in der nun letzten Woche vor der Wahl hat auch hier die AfD gleichgezogen. In den Umfragen gehen je 20 Direktmandate an AfD und CDU, lediglich ein Wahlkreis (Halle III) wird mutmaßlich von einer anderen Partei (Grüne) gewonnen.
Eine solche Verteilung der Direktmandate hätte zur Folge, dass es weder Direkt- noch Ausgleichsmandate geben wird und der neue Landtag in Magedburg aus dann 83 (statt bisher 87) Abgeordneten bestehen wird. Aktuell gehen 23 Sitze an die AfD, 22 an die CDU, 12 an die mehrfach umbenannte SED, 10 an die Grünen, 9 an die SPD und 7 an die FDP. Das reicht keinesfalls für ein sozialistisches Rot-Rot-Grün und auch die jetzige Kenia-Koalition aus CDU, SPD und Grünen kommt nur auf 41 Sitze und verpasst so eine parlamentarische Mehrheit.
Nun sind alle Augen auf den kommenden Sonntag und vor allem auf die Auszählung der Stimmen und hier insbesondere die der Briefwahlstimmen gerichtet. Zu oft wurde bei den vergangenen Wahlen in diesem Bereich »Versäumnisse«, »Zählfehler« und »Zuordnungsfehler« festgestellt.
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