Atomwaffeneinsatz in der Ukraine - reale Gefahr oder Panikmache_
Atomwaffeneinsatz in der Ukraine - reale Gefahr oder Panikmache_
Datum: 05.10.2022 - 12:18 Uhr
Zur Erinnerung - oder besser gesagt zur Information, weil westliche Medien die Berichterstattung darüber weitestgehend »vergessen« haben: Nordkoresa Machthaber Kim-Jong-Un hat in den vergangenen zehn Tagen fünf Raketentests durchgeführt. Jede dieser getesteten ballistischen Raketen kann mit atomaren Sprengköpfen versehen werden. Eine davon jagte Nordkorea quer durch den japanischen Luftraum, sodass in den Städen des nördlichen Japan der Raketenalarm ausgelöst wurde. Sogar der Bahnverkehr wurde ausgesetzt. DAS ist real, mit Fakten belegt. Bewiesen. Wirklich viel berichtet wird darüber aber nicht.
Dagegen setzen die Westmedien auf eine ganz andere »Nachricht«: Russland habe angeblich einen »Atom-Zug« auf den Weg in Richtung Ukraine in Bewegung gesetzt. Darauf springen sämtliche Westmedien an und berufen sich bei den Quellen dieser »Nachricht« aufeinander. Die angeblich »alles belegende« Quelle ist ein Video, das von der Daily Mail veröffentlicht wurde. Es zeigt einen Militärzug mit Militärtransportfahrzeugen, Panzern verschiedener Gattungen, Minenräumfahrzeugen sowie Sanitätscontainer.
Was auf diesem Zug NICHT zu sehen ist, sind Atomwaffen. Oder zumindest die entsprechenden mobilen Abschussrampen. Nicht ein einziges entsprechendes Fahrzeug oder sonstiges dafür notwendiges Equipment befindet sich auf diesem angeblichen »Atom-Zug«.
Das hindert die Westmedien aber nicht daran, umfassend über russische Atom-U-Boote zu berichten oder russische Atomtests aus den vergangenen Jahren. Vor allem das Grom-Manöver aus 2019(!) wird nahezu episch breit getreten. Zur Erinnerung: im Oktober des vergangenen Jahres führte die NATO mit 14 Mitgliedsländern eine Atom-Übung in Italien durch.
Der Kreml hat sämtliche »Berichte« über den angeblichen Atom-Zug wie auch über angebliche Atom-Tests dementiert. »Westliche Medien, westliche Politiker und Staatsoberhäupter üben sich zurzeit in nuklearer Rhetorik«, sagte der Sprecher des russischen Präsidialamts, Dmitri Peskow, in Moskau. »Daran wollen wir uns nicht beteiligen.«
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