Aserbaidschan bricht die für Bergkarabach vereinbarte Waffenruhe
Aserbaidschan bricht die für Bergkarabach vereinbarte Waffenruhe
Datum: 12.10.2020 - 10:40 Uhr
Am heutigen Montagmorgen meldet Vahram Poghosyan, Sprecher des Präsidenten von Arzach, massiven Raketen- und Artilleriebeschuss aus aserbaidschanischen Stellungen sowie großangelegte Verlegungen aserbaidschanischer Bodeneinheiten in den umkämpften Norden der Region Bergkarabach. Vor allem wurden wieder zivile Ziele in Arzach beschossen, die Zahl der Opfer ist derzeit noch nicht bekannt. Man habe sich seitens der christlichen Verbündeten Armenien und Arzach an die Waffenruhe gehalten, hatte sich dennoch präpariert, um einem etwaigen Bruch seitens der islamischen Militärführung in Baku begegnen zu können. »Die arzachische Verteidigungsarmee unternimmt die erforderlichen Schritte, um die Invasion zu stoppen«, versichert Poghosyan in seiner Stellungnahme.
Seit Ende September versuchen die Truppen des islamischen Aserbaidschan in die zu 99 Prozent von Christen bewohnte Republik Arzach einzumarschieren. Unterstützt wird Aserbaidschan dabei von Erdogans Türkei, die Militärgüter liefern, darunter unter anderem moderne Militärdrohnen. Erdogan lässt seine Luftwaffe sogar direkt in die Kämpfe eingreifen, wie sich durch den Abschuss eines armenischen Jagdflugzeuges durch einen türkische Maschine, die in Aserbaidschan gestarte war, bewiesen hat.
Bisher ist es den verteidigenden christlichen verbündeten Streitkräften aus Armenien und Arzach jedoch immer wieder gelungen, die Invasoren zurückzuschlagen. Die Verluste der aserbaidschanischen Armee sind dabei enorm. So wurde bei den aktuellen Kämpfen im Nordosten eine weitere Drohne abgeschossen, zwei gepanzerte Fahrzeuge sowie zahlreiche Soldaten der Angreifer wurden eliminiert. Derzeit haben sich die Eindringlinge wieder auf ihre Ausgangspositionen zurückgezogen, mutmaßlich um neue Kräfte zu sammeln, heißt es aus dem arzachischen Verteidigungsministerium.
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