Aserbaidschan beschießt armenische Wohngebiete mit Raketen

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Aserbaidschan beschießt armenische Wohngebiete mit Raketen
Datum: 05.10.2020 - 10:08 Uhr

Die Bodenoffensive der islamischen aserbaidschanischen Armee konnte von den verbündeten Einheiten der beiden christlichen Republiken Armenien und Arzach abgewehrt werden. Die Invasoren mussten unverrichteter Dinge abziehen. Seitdem verlegt sich die Armeeführung Aserbaidschans auf militärischen Terror, indem es Ziele in Stepanakert, der Hauptstadt der Republik Arzach, aus großer Entfernung mit Raketen beschießt. Dabei zielt die aserbaidschanische Armee ganz bewusst auf Wohngebiete. In und um Stepanakert gibt es nämlich überhaupt keine Stellungen der Armenier oder der Arzachen.

In diversen Videos sind die Verwüstungen der Raketenangriffe klar zu erkennen. Aufgrund der kurzen Distanz zwischen Abschusspunkt und Zielgebiet gibt es quasi null Vorwarnungszeit für die Bevölkerung. Fast im selben Moment, in dem die Alarmsirenen aufheulen, schlagen die ersten Raketen mit ihrer todbringenden Fracht in die Häuser ein. Es ist seitens des islamischen Aserbaidschans eine weitere Verschärfung des Krieges.

Als erste Konsequenz daraus haben die verbündeten Armeen Armeniens und Arzachs gestern gezielt auf die Raketenstellungen Aserbaidschans geschossen. Bisher hatte man sich hinsichtlich dieses Schrittes noch zurückgehalten, weil die aserbaidschanische Armee ihre Stellungen bewusst mitten in Wohngebiete aufgestellt hat.

Als Konsequenz aus der Verschärfung hat Georgien seine Grenzen sowohl zu Armenien wie auch zu Aserbaidschan geschlossen. Das bedeutet, dass Aserbaidschan seine Unterstüzungsgüter aus der Türkei nur noch entweder auf dem Luftweg oder über den Iran beziehen kann. Wegen der Beteiligung türkischer Truppen an dem Krieg hat die türkische Lira international weiter an Wert verloren. Reichten Anfang September noch 880 türkische Lira aus, um 100 Euro zu erhalten, müssen jetzt über 910 türkische Lira für die gleiche Summe in Euro hingelegt werden. Tendenz für die türkische Lira weiter stark fallend.

Sven von Storch

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