ARD-Tagesschau laut Medienwissenschaftler reine Regierungs-Propaganda
ARD-Tagesschau laut Medienwissenschaftler reine Regierungs-Propaganda
Datum: 06.06.2023 - 08:30 Uhr
Die »Tagesschau« habe sich seit den 1950er-Jahren kaum geändert und gleich eher einer »Kurzandacht in der Wohnzimmerkapelle« denn einer Nachrichtensendung. Die Sprecherinnen und Sprecher verlesen die zuvor von der Redaktion erstellten Beiträge in einem Stil und Tonfall, der sanft-autoritär sei und gar keinen Zweifel darüber zulasse, »dass es so und nicht anders in der Welt zugeht«, wird der Medienwissenschaftler Hermann Rotermund in einem Beitrag der Welt zitiert. Statt die Ereignisse zu erklären oder die Berichtsfolge zu moderieren, wird simpel abgelesen.
Während in anderen Nachrichtensendungen, als Beispiel führt Rotermund die britische BBC an, die Präsentatoren als Journalisten erkennbar seien und Gesprächsangebotean die Zuschauer machten, fungieren die Sprecher der Tagesschau als »Verkünder unangreifbarer Wahrheiten«. Zudem fänden sich »kaum Eigenrecherchen außerhalb von institutionellen Bezügen«. Stattdessen tauchen oft Sprecher oder Akteure einer Organisation, die Berichte der Tagesschau lieferten insbesondere »die Bestätigung der unermüdlichen Tätigkeit der ins Bild gerückten Akteure«, so Rotermund.
Wer oft bei der Tagesschau gezeigt wird, der hat oft die Möglichkeit, seine eigenen Sichtweisen als absolute Wahrheiten zu präsentieren. Eine eigene Recherche vor der Präsentation respektive eine distanzierte, kritische Herangehensweise an die Meldung an sich findet bei der Tagesschau laut den Erhebungen von Rotermund nicht statt. So wird aus einer angeblichen Nachrichtensendung ein reines Verkündungsorgan, eine per Zwangsabgabe finanzierte Propagandaschau der Regierung.
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