ARD entschuldigt sich für Kameraschwenk über die Beine von Verona Pooth
ARD entschuldigt sich für Kameraschwenk über die Beine von Verona Pooth
Datum: 16.11.2017 - 10:03 Uhr
Derzeit wird das Thema Sexismus in den Medien auf und ab diskutiert und ausgebreitet. In der Sendung Anne Will in der per Zwangsabgabe finanzierten ARD wurde dazu auch Verona Pooth, von der man schon lange nichts mehr gehört hatte, eingeladen. Das, was Frau Pooth, die einst mit dem »Blubb« in einem Werbespot einen landesweiten Bekanntheitsgrad erreicht hatte, zu sagen hatte, war lediglich eine Randnotiz wert. Für viel mehr Aufsehen sorgte ein Schwenk des Kameramanns, der bei den Schuhen der fast 50-Jährigen begann und langsam die Beine hinauf ging. Diese Kameraführung sei geschmacklos gewesen, hieß es. Pflichtschuldig entschuldigten sich die Macher der Sendung dann auch über die diversen Kanäle. Ein solcher Schwenk gehe gar nicht, heißt es da. »Das widerspricht unseren redaktionellen u. bildlichen Grundsätzen«, ist in einer bei Twitter veröffentlichten Stellungnahme zu lesen.
Die ARD ist einer der Sender, die sich nach wie vor weigern, über die zahlreichen von Migranten, »Flüchtlingen, »Schutzsuchenden« und anderen seit etwas über zwei Jahren ins Land gekommenen Männern begangenen Grapschattacken, Fummeleien, versuchter und vollzogener Vergewaltigungen zu berichten. Es handele sich um Einzelfälle, die lediglich ein regionales Interesse hätten, heißt es da in unschöner Regelmäßigkeit seitens der Redaktion der diversen Sendeanstalten.
Massenhafte Verstöße gegen die sexuelle Selbstbestimmung, überwiegend begangen von sogenannten Südländern, finden bei der ARD keinen Widerhall in Sendungen, in denen es um Sexismus geht. Aber ein Schwenk über nackte Beine ruft sofort die Moralwächter aufs Parkett. Das ist Bigotterie pur.
Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.
Für die Inhalte der Blogs und Kolumnen sind die jeweiligen Blogger verantwortlich. Die Beiträge der Blogger und Gastautoren geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder.


Add new comment