Arbeitslosigkeit bei Pflegekräften in Deutschland steigt in der Corona-Krise

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Arbeitslosigkeit bei Pflegekräften in Deutschland steigt in der Corona-Krise
Datum: 24.08.2020 - 08:39 Uhr

Wir brauchen mehr Pflegekräfte. Vor allem ausländische Pflegekräfte. Mit dieser Phrase liegt die Merkel-Regierung den Menschen  hierzulande seit Wochen, wenn nicht sogar seit Jahren, in den Ohren. Es fehlten Kräfte vor allem in der Alten- und Krankenpflege, hieß es. Durch die Corona-Krise hätte sich dieser Engpass auch noch verschärft, wurde weiter für die Anwerbung ausländischer angeblicher Fachkräfte kräftig die Werbetrommel gerührt. Nur so ganz scheint das mit dem Mangel an Arbeitskräften nicht zu stimmen.

Faktisch scheint es derzeit eher ein Überangebot zu geben: noch dazu ein recht beachtliches Überangebot. Das wurde jetzt aber zunächst einmal eingedampft. Die Arbeitslosigkeit von Pflegekräften ist im laufenden Jahr nämlich deutlich gestiegen, überproportional stark sogar. Im ersten Halbjahr 2020 stieg laut eines Beitrags in der Welt, der sich auf die Zahlen der Bundesagentur für Arbeit beruft, in der Berufsgruppe Altenpflege seit dem Jahreswechsel bis Ende Juni die Arbeitslosigkeit bei den deutschen Beschäftigten um 27 Prozent. Bei den ausländischen Altenpflegern - von denen die Merkel-Regierung unbedingt noch mehr ins Land holen will - stieg sie sogar um 37 Prozent.

Auch in der Krankenpflege, wo es angeblich ebenfalls zu wenige Arbeitskräfte gibt, stieg die Arbeitslosigkeit um 23 Prozent bei den deutschen Beschäftigten, bei ausländigschen Krankenpflegern um 28 Prozent. Insgesamt sind knapp 40.000 Arbeitslose in der Altenpflege und knapp 12.500 Arbeitslose in der Krankenpfelge gemeldet. Bevor man seitens der Merkel-Regierung neu angelegte Rekrutierungsaktionen startet, sollte man sich eher bemühen, für diese über 50.000 Menschen einen Arbeitsplatz zu finden. Und für die, die in diesem Bereich tätig sein wollen, aber nicht im Leistungsbezug der BfA sind.

Ende Juni suchten nämlich fast 65.000 Personen in der Altenpflege und weitere fast 23.000 Personen in der Krankenpflege einen Arbeitsplatz.

Sven von Storch

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