Anzahl von Bootsflüchtlingen nach Großbritannien auf Null gefallen

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Anzahl von Bootsflüchtlingen nach Großbritannien auf Null gefallen
Datum: 02.05.2022 - 08:57 Uhr

Großbritannien und Ruanda hatten Mitte des vergangenen Monats angekündigt, bei der Bearbeitung von Asylanträgen für Großbritannien enger zusammenzuarbeiten. Das ostafrikanische Land hat sich bereiterklärt, in Großbritannien Asyl suchende für die Dauer des Verfahrens bei sich aufzunehmen. Im Gegenzug zahlt London den entsprechenden Auf- und Ausbau der Infrastruktur in dem afrikanischen Binnenstaat und schießt einige Kredite vor.

Neben den offiziell in Großbritannien um Asyl nachsuchenden Personen sollen auch die beim versuchten Grenzübertritt aufgegriffenen illegalen Migranten nach Ruanda ausgeflogen werden. Im vergangenen Jahr haben knapp 30.000 »Flüchtlinge« versucht, über den Ärmelkanal von Frankreich aus ins Land einzudringen. Im ersten Quartal dieses Jahres wurden von den britischen Grenzbehörden über 6.000 versuchte illegale Grenzübertreter festgesetzt.

Seit der Ankündigung Londons, diese auch nach Ruanda umzusetzen, ist die Zahl zurückgegangen. Am 19. April wurden noch sieben Boote mit 263 »Flüchtlingen« aufgegriffen, seitdem liegt diese Zahl exakt bei Null. Kein einziger »Flüchtling« will noch nach Großbritannien. Das Ziel der Johnson-Regierung, die illegale Einwanderung in den Griff zu bekommen, ist erreicht worden.

Nicht-staatliche Organisationen, meist finanziert von dubiosen oder umstrittenen Geldgebern, machten zwar in London und anderen Städten des Königreichs mobil gegen diese Entscheidung, konnten jedoch nicht ausreichend Parlamentarier auf ihre Seite ziehen, sodass die Regierungsmehrheit von Johnson den Vorschlag und den Vertrag mit Ruanda abschließen konnte. Die britsche Innenministerin Priti Patel und der Außenminister von Ruanda, Vincent Biruta, unterzeichneten die entsprechenden Abkommen.

Sven von Storch

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