Anti-Terror-Betonsperren bieten keinen Schutz
Anti-Terror-Betonsperren bieten keinen Schutz
Datum: 11.04.2017 - 12:06 Uhr
Einige islamisch motivierte Terroranschläge der jüngeren Vergangenheit verliefen nach einem einheitlichen Muster: der islamische Attentäter rast mit einem LKW in eine Menschenmenge, um so viele »Ungläubige« wie möglich aus dem Leben zu reißen. Die Anschläge in Nizza, Berlin und in Stockholm wurden auf diese Art verübt. Um den Menschen im Land Aktivität zu beweisen und das zerstörte Sicherheitsgefühl wieder zu kitten, haben viele Gemeinden bei Großveranstaltungen Betonsperren errichtet. Viele Altparteienpolitiker begrüßten und unterstützten vollmundig den Aufbau solcher Anti-Terror-Blockaden. Dies sei ein richtiger und wichtiger Schritt, dem Terror zu begegnen.
Falsch! Fake-News! Ist es gerade einmal gar nicht. Die »Dekra« führte im Auftrag der »Umschau« des Mitteldeutschen Rundfunk zwei Tests durch, bei denen ein LKW von Art und Ausmaß des Anschlags in Nizza auf solche Betonpoller gesteuert wurde. Ohne Mühe durchbrach das Fahrzeug diese »sicheren« Sperren und konnte erst von einer massiven Betonwand zum Stillstand gebracht werden. Die in Berlin und Stockholm verwendeten Fahrzeuge sollen nach Angaben des »mdr« sogar noch deutlich größer gewesen sein.
Wie es im Bericht der Umschau heißt wurden Betonblöcke mit einer Kantenlänge von 0,8 x 0,8 x 1,6 Metern und ein Gewicht von 2,4 Tonnen getestet. Der LKW hatte ein Gesamtgewicht von zehn Tonnen und fuhr mit einer Geschwindigkeit von 50 km/h auf die Hindernisse auf.
Auf der Facebookseite der Umschau kann man das entsprechende Video ansehen.
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