Anklage gegen mutmaßliche Antifa-Schläger
Anklage gegen mutmaßliche Antifa-Schläger
Datum: 07.07.2025 - 11:43 Uhr
Die Anklage wurde beim Düsseldorfer Gericht eingereicht und umfasst den Vorwurf der Mitgliedschaft in einem kriminellen Netzwerk, schwere Körperverletzung und des versuchten Mordes. Die Verdächtigen – von den deutschen Behörden als »mutmaßliche Linksextremisten« eingestuft – stellten sich Anfang des Jahres freiwillig der Vollzugsbehörden und beantragten über ihre Anwälte, in Deutschland vor Gericht gestellt zu werden. Darüber wird das Gericht Düsseldorf entscheiden wie dpa schrieb. Das in diesem Fall harte Vorgehen der ungarischen Justiz dürfte den Fahndungsdruck auf die sonst so stolzen Antifas extrem erhöht haben. Die Leipziger Studentin Lina E., und mehrere ihrer Begleiter wurden bereits im Mai 2023 in Sachsen zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Maja T., steht im gleichen Fall bereits in Budapest vor Gericht.
Entsetzten unter deutschen Antifa-Sympathisanten
»Sorgt (doch) der Prozess europaweit für Aufsehen«, wie Der Spiegel lamentiert. Die ungarische Justiz bleibt konsequent: Die in Budapest inhaftierte deutsche non-binäre Person Maja T., 24, bleibt weiter in Haft. Indem das zuständige Gericht einen Antrag auf Überstellung in den Hausarrest (aus Gründen erhöhter Fluchtgefahr angesichts eines möglichen Strafmaßes von bis zu 24 Jahren Haft) ablehnte. Maja T. war im Dezember 2023 Berlin verhaftet und im Juni 2024 nach Ungarn ausgeliefert worden. Der Einspruch des deutschen Bundesverfassungsgerichtshofs war allerdings wenige Minuten zu spät gekommen.
Mittlerweile machen deutsche Linke und Grüne der in Budapest in Haft Sitzenden ihre Aufwartung, etwa jüngst Deutschlands bekannteste (und berüchtigste) einstige Küchenhelferin, die die Grünenabgeordnete Katrin Göring-Eckardt. Die 24-jährige Antifa-Aktivistin soll sich seit dem 8. Juni im Hungerstreik befinden. Deshalb wurde Maja T. am 1. Juli in ein Gefängniskrankenhaus nahe der ungarisch-rumänischen Grenze, 200 Kilometer von Budapest entfernt, verlegt.
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