Angriffe mit Messer, Schere und Machete

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Angriffe mit Messer, Schere und Machete
Datum: 07.03.2023 - 12:06 Uhr

»Ein Mann« hat in der Berliner S-Bahn einem 33-Jährigen mehrfach mit einer Schere ins Gesicht gestochen, schreibt die BZ. Der Täter entkam unerkannt. Wie praktisch: so wird versucht, Spekulationen über den Hintergrund des Täters zu vermeiden. 

Ähnlich verschleiert liest sich auch der Bericht über einen Machetenangriff in Potsdam am vergangenen Freitag. Dort sind laut MAZ »mehrere Jugendliche« aneinander geraten. Ein bislang unbekannter Täter habe dann plötzlich eine Machete gezogen und damit mehrfach auf einen 18-Jährigen eingedroschen. Der Macheten-Mann konnte unbekannt entkommen.

In Hemer (Kreis Iserlohn) gab es laut einem Beitrag der IKZ Zoff in einer Gruppe Jugendlicher. Dem aktuellen Ermittlungsstand zu folge ging es wohl um ein Mädchen. Ein 14-jähriger »Iserlohner« soll plötzlich ein Messer gezückt haben und damit auf andere Jugendliche eingestochen haben. Ein ebenfalls 14-Jähriger und ein 16-Jähriger wurden schwer verletzt, der 16-Jährige schwebte sogar in Lebensgefahr.

Auch wenn sich die Berichte bezüglich der Wahl des »Instrumentes« unterscheiden, so haben sie eine offensichtliche Gemeinsamkeit: es wird in der Berichterstattung konsequent zu verschweigen oder zu verschleiern versucht, welchen Hintergrund die Täter haben. Wären die Täter allerdings »Einheimische«, so stünde dies in allen Berichten, gleich mehrfach und besonders betont, womöglich auch gleich mit einem Bild des oder der Täter.

Weil aber nicht sein kann was nicht sein darf, so handelt es sich bei den Tätern vom vergangenen Wochenende um »Unbekannte«, »Männer« oder »Jugendliche«. Ganz so, als ob die Menschen im Land sich von derlei Wortakrobatik noch verwirren ließen.

Sven von Storch

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