Angehörige der Opfer vom Breitscheidplatz werfen Merkel-Regierung Versagen vor
Angehörige der Opfer vom Breitscheidplatz werfen Merkel-Regierung Versagen vor
Datum: 04.12.2017 - 08:41 Uhr
Man habe in den vergangenen Monaten zahlreiche Missstände wahrgenommen, heißt es in einem offenen Brief, den die Angehörigen der zwölf von Anis Amri am 19. Dezember in Berlin gemordeten Menschen an Merkel geschrieben haben. Diese Missstände betreffen sowohl die mangelhafte Anti-Terror-Arbeit in Deutschland wie auch den Umgang mit den Opfern und den Hinterbliebenen, beklagen die Verfasser.
Für eine absolute Sicherheit könne nirgendwo gesorgt werden, heißt es in dem Brief weiter; aber in Deutschland mangele es »an grundlegender Professionalität im Umgang mit dem Terrorismus«. Es seien »Fehlleistungen der Anti-Terror-Arbeit in Deutschland ans Licht gekommen, die als alarmierend einzustufen sind«.
»Der Terrorist, der den Anschlag am Breitscheidplatz verübt hat, ist unter vielen Migranten zu Beginn der Flüchtlingskrise nach Deutschland gekommen, hat vielfach Asyl beantragt, war als einer der Top-Gefährder bekannt und ist auch vor dem Anschlag bereits mehrfach straffällig geworden.«
»Frau Bundeskanzlerin, der Anschlag am Breitscheidplatz ist auch eine tragische Folge der politischen Untätigkeit Ihrer Bundesregierung.«
Darüber hinaus beklagen die Verfasser aber auch den seitens der Merkel-Regierung an den Tag gelegten mangelnden Respekt gegenüber den Opfern und den Angehörigen. Bis heute, fast ein Jahr nach dem islamisch motivierten Terroranschlags, habe Merkel sich weder bei den Angehörigen gemeldet noch ihnen kondoliert. Wörtlich heißt es in den Brief: »Wir sind der Auffassung, dass Sie damit Ihrem Amt nicht gerecht werden.«
Der Offene Brief ist in voller Länge unter anderem im »Spiegel« abgedruckt: »Eine Frage des Respekts«
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