Angeblich störungsfreier 01. Mai in Berlin
Angeblich störungsfreier 01. Mai in Berlin
Datum: 02.05.2019 - 12:25 Uhr
Brennenden Mülltonnen, körperliche Angriffe, Stein-, Flaschen- und Böllerwürfe gegen Polizisten, 40 verletzte Ordnungskräfte, über 150 Festnahmen - das sind die Fakten der linksextremen Aktionen rund um den 01. Mai in Berlin. Hinzu kommen nicht in Zahlen festgehaltene Beleidigungen, Spuck-, Kratz- und Beißattacken der vermummten, selbsternannten Demokratiebewahrer. Dennoch lässt die Polizeiführung unter Innensenator Andreas Geisel (SPD) einen »überwiegend störungsfreien 01. Mai« vermelden. Einer Pressekonferenz, wo vielleicht auch kritische Fragen hätten gestellt werden können, geht sie allerdings aus dem Weg. Wegen des angeblich »relativ ruhigen Verlaufs«.
Ganz andere Töne dagegen schlägt dagegen die Gewerkschaft der Polizei (GdP) an. Deren Landeschef Norbert Cioma äußert sich ungewöhnlich klar und kritisch. Zum Ende der Demonstration seien die Polizisten »massiv provoziert, beleidigt, körperlich angegriffen sowie mit Flaschen, Böllern und auch gezielt mit Steinen beworfen« worden. Ein solches Verhalten sei »armselig und menschenverachtend«, so Cioma weiter. Insbesondere in den Abenstunden habe es »teilweise schwerste Straftaten sowie lautstark propagierte Sympathien bei Angriffen« gegen die Polizisten gegeben. All diese Vorkommnisse zeigen unzweifelhaft, »dass wir als Gesellschaft noch ein paar Schritte vor uns haben, um wirklich von einem friedlichen 1. Mai zu sprechen«.
Fast 6.000 Polizisten, auch von der Bundespolizei und aus anderen Bundesländern, wurden eingesetzt, um es den Linksextremisten so schwer wie möglich zu machen, ihre angekündigten Krawalle durchzuführen. So konnte unter anderem durch eine massive Polizeipräsenz eine Vermischung des Zuges der gewaltbereiten und gewalttätigen Linksextremisten mit den friedlich feiernden Menschen des Myfest in Kreuzberg verhindert werden.
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