Angeblich rassisistischer Angriff war tatsächlich Pöbelei asozialer Jugendbande

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Angeblich rassisistischer Angriff war tatsächlich Pöbelei asozialer Jugendbande
Datum: 20.06.2024 - 11:15 Uhr

»Was für eine feige und rassistische Attacke! Am Freitagabend haben etwa 20 Jugendliche zwei Mädchen aus Ghana (8, 10) angegriffen. Dabei verletzten sie die Achtjährige so schwer, dass sie ins Krankenhaus musste«, schrieb die Bild Zeitung am 16. Juni. Dem Kind wurde sogar ins Gesicht getreten, berichteten Medien unisono über den Vorfall. »Fake News«, wie sich bald herausstellen sollte.

Dabei schien alles herrlich zusammenzupassen. Rechtsextreme prügelte ein farbiges Kind ins Krankenhaus, lautete der Tenor. Ungeprüft meldeten sich reflexartig von der SPD-Ministerpräsidentin Manuela Schwesig abwärts die üblichen Stimmen. »Kinder rassistisch zu beschimpfen und brutal zu attackieren, zeugt von dumpfem Hass und unfassbarer Unmenschlichkeit«, beeilte sich auch die Anti-Faeser auf X zu schreiben.

Eine angeblich »brutale Attacke« auf zwei unschuldige, junge Mädchen, die es allerdings so nie gegeben hat. Denn wie sich jetzt herausstellt, war alles ganz anders.

Am vergangenen Montag veröffentlichte die zuständige Polizei die folgende Meldung: »Nach derzeitigem Ermittlungsstand hat das achtjährige Mädchen keine körperlichen Verletzungen erlitten, die auf die in der Erstmeldung geschilderte Tathandlung hindeuten. Der Sachverhalt stellt sich derzeit so dar, dass die Achtjährige mit ihrem Roller an einem Jugendlichen vorbeifahren wollte. Dieser versperrte dem Mädchen offenbar mit seinem ausgestreckten Bein den Weg und traf sie mit seiner Fußspitze. Zu diesem Zeitpunkt habe sich eine größere Gruppe Jugendlicher in dem Bereich aufgehalten. Die Kinder hätten sich daraufhin verängstigt und weinend an ihre Eltern gewandt.«

Die laut Polizeibericht also unverletzten Mädchen, wandten sich demnach verängstigt an ihre Eltern, die die Jugendlichen anschließend zur Rede stellten. Daraus entwickelte sich ein Wortgefecht und eine Rangelei. Bei dem Wortgefecht soll es auch zu fremdenfeindlichen Äußerungen gekommen sein.

Bei den Jugendlichen soll es sich teils um polizeibekannte(!) Personen handeln. Wie viele von ihnen selbst Migrationshintergrund haben, wird allerdings nicht berichtet.

Sven von Storch

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