Amnesty International_ US-geführte Allianz verantwortlich für 300 getöte syrische Zivilisten

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Amnesty International_ US-geführte Allianz verantwortlich für 300 getöte syrische Zivilisten
Datum: 26.10.2016 - 12:17 Uhr

Seit dem Beginn des Militäreinsatzes gegen die Terrormiliz IS/DAESH in Syrien hat die vom US-Militär geführte Allianz zahlreiche Luftschläge durchgeführt. Nach Ansicht von Amnesty International (ai) habe die Allianz dabei die erforderlichen Vorsichtsmaßnahmen zur Verhinderung eines Schadens für die Zivilbevölkerung weitestgehend außer Acht gelassen. Einige der durchgeführten Luftschläge seien, so der Bericht von »ai«, als unwillkürlich und unverhältnismäßig zu bezeichnen.

Es sei höchste Zeit, heißt es in dem Bericht weiter, dass die Entscheidungsträger in der US-Regierung die Verantwortung für ihre Taten übernehmen und anerkennen, dass sie die Auswirkung ihrer Luftangriffe falsch eingeschätzt oder sogar unterschätzt haben. Lynn Malalouf, stellvertretende Direktorin des Beiruter Büros, führte weiter aus, dass die Gefahr besteht, dass die US-Behörden die Vorfälle verharmlosen oder unter den Tisch kehren wollen.

Nach US-Angaben kamen zwischen Juli letzten Jahres und April diesen Jahres insgesamt 14 Zivilisten bei von US-Truppen geführten Luftangriffen ums Leben. Amnesty International dagegen beziffert die zivilen Opfer der US-Luftschläge auf über 300.

Quelle: www.reuters.com/article/us-mideast-crisis-syria-amnesty-idUSKCN12Q04G


Sven von Storch

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