Amateurschiedsrichter pfeifen wegen zunehmender Gewalt aufs Pfeifen
Amateurschiedsrichter pfeifen wegen zunehmender Gewalt aufs Pfeifen
Datum: 30.10.2019 - 09:57 Uhr
In der laufenden Saison gab es allein in Berlin 109 Vorfälle von Gewalt und Diskriminierung auf den Fußballplätzen der Amateurvereine. Immer öfter werden dabei Schiedsrichter das Ziel der An- und Übergriffe. Gegen diese Entwicklung haben am vergangenen Wochenende die Fußballschiedsrichter in Berlin ein klares Zeichen gesetzt: sie pfiffen auf die Pfeife, sodass alle Amateurspiele des Berliner Fußballverbandes abgesagt werden mussten.
Vor allem Spielern mit Migrationshintergrund fehlt es häufig an der notwendigen Disziplin und am Respekt gegenüber der Spielleitung. Manche Entscheidungen eines Schiedsrichters sind mitunter schwer zu akzeptieren, das gilt von der C-Klasse bis hoch in die Championsleague. In den unteren Klassen aber gibt es weder einen Videoassistenten noch sonstige Hilfsmittel. Da ist es nun einmal so, dass man die Entscheidungen des Unparteiischen absolut sind. Wer das nicht akzeptieren kann, sollte entweder besser Fußball spielen können oder aber sich eine andere Sportart suchen.
Und während in Berlin der Ball bei den Amateurkickern ruhte, wurde andernorts gespielt und auch geprügelt. In der C-Liga Dieburg (Hessen) wurde fünf Minuten vor Schluss der türkische Kicker eines Vereins vom Schiedsrichter wegen wiederholten Foulspiels mit der gelb-roten Karte vom Platz gestellt. Der Spieler war also wegen seiner Spielweise vereits vorverwarnt, hätte sich also bei einem Mindestmaß an Spielintelligenz etwas zurückhaltender verhalten können. Hat er aber nicht und erhielt den Platzverweis. Doch statt die Entscheidung des Schiedsrichters sportlich zu akzeptieren, wechselte der Spieler Hayri G. mit der Nummer 12 unversehens die Sportart und schlug den Schiedsrichter, einen 22-Jährigen, vorwarnungslos nieder. Der junge Referee ging ohnmächtig zu Boden, der Schläger schritt stolz wie ein Pfau vom Tatort.
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