Altbekannte Phrasendrescherei von Selenskij auch im neuen Jahr

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Altbekannte Phrasendrescherei von Selenskij auch im neuen Jahr
Datum: 03.01.2023 - 10:19 Uhr

In seiner Neujahrsansprache brachte Selenskij nichts Neues zustande. Die von Moskau vor den Weihnachtstagen angebotene Waffenruhe hatte er brüsk zurückgewiesen, die Kämpfe gingen daher auch während jener Tage weiter. Selenskij nutzte das zu einer Neujahrsansprache, die allerdings nicht wirklich  etwas Neues brachte. Statt auf die angebotene Waffenruhe einzugehen, schwadronierte er erneut von seinem »Kampf bis zum Endsieg« und versuchte sich als Verfälscher der Fakten. Selenskij, die Regierungen des Wertewestens, die linientreuen Medien und die Selenskij-Fan-Boys versuchen nach wie vor, den Kriegsbeginn auf den Februar des vergangenen Jahres festzutackern. Die Jahre zuvor, vom April 2014 bis zum Februar 2022, wollen sie einfach ausblenden, löschen, aus den Geschichtsbüchern tilgen. Daher zum neuen Jahr ein kleiner Auffrischungskurs:

Im April 2014 erklärten die beiden überwiegend von russisch-stämmigen Menschen bewohnten Donbas-Republiken Luhansk (über 80 Prozent Russen) und Donezk (knapp 80 Prozent Russen) ihre Unabhängigkeit. Die Regierung in Kiew war darüber alles andere als amüsiert und machte ihren Militärapparat mobil. Aus der Luft und mit Bodentruppen marschierten ukrainische Verbände in die beiden Donbas-Republiken ein und wollten die Unabhängigkeitsbewegung in Grund und Boden bombardieren. Die Freiheitskämpfer mussten sich auf ein Areal von etwa 5.000 Quadratkilometer im südlichen Luhansk und östlichen Donezk zurückziehen. Russische Freiwillige unterstützten die Freiheitskämpfer, damit sie nicht von den vorrückenden ukrainischen Verbänden vollständig vernichtet wurden. In Kiew war man mit dem Fortgang des Krieges durchaus einverstanden; Bomben und Granaten der Zerstörung, der Vertreibung und des Tötens flogen ja nur den Menschen in weit entfernt liegenden Regionen um die Ohren.

Die Vertreter der beiden Donbas-Republiken machten Eingaben an die EU, an die UN und an die NATO; sie baten, ja flehten geradezu um Hilfe. Doch bei den drei Institutionen winkte man nur desinterressiert ab. So richtig Europa sei das ja nicht, NATO schon gleich gar nicht und Öl gibt es dort  auch nicht, sonst wären längst US-Truppen in Bewegung gesetzt worden.

Moskau erkannte die beiden Donbas-Republiken zum Jahreswechsel 2021/2022 als eigenständige Staaten an und entsendete die von dort angeforderte Militärhilfe. Der im Frühjahr 2014 von der Ukraine begonnene Krieg erlebte nun eine Wendung. Innerhalb weniger Wochen verlor das ukrainische Militär die Kontrolle über einen Korridor, der in der Nord-Süd-Ausdehnung über 500 Kilometer lang und in der West-Ost-Ausdehnung etwa 100 Kilometer breit ist (siehe interaktive Karte). Das russische Militär und die Freiheitskämpfer aus dem Donbas verzehnfachten das von ihnen kontrollierte Gebiet. Vor allem aber brachten sie den Krieg Selenskij vor die Haustür, damit er seine eigene Medizin zu kosten bekam. Seitdem greint er, fordert er vom Wertewesten immer wieder neue Waffen - selbstverständlich geschenkt - und träumt von seinem grandiosen Endsieg.

Die Menschen in der Ukraine sterben, damit Selenskij weiter von seinem Kampf und seinem Endsieg fabulieren kann.

Sven von Storch

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