Alan Kurdi sticht wieder zur Rettung in See
Alan Kurdi sticht wieder zur Rettung in See
Datum: 08.07.2019 - 11:20 Uhr
Zwei der drei Schiffe, die in den vergangenen Tagen mit aus angeblicher Seenot geretteten Migranten an Bord Kurs auf die EU genommen haben, liegen in italienischen Häfen an der Kette. Das betrifft die deutsche Sea Watch 3 mit der umstrittenen Kapitänin Carola Rackete. Internationale Seebehörden hatten dem Schiff damals einen sicheren Hafen zugewiesen, wo bereits Mediziner und Erstversorger auf die an Bord befindlichen dringender Hilfe Bedürftigen warteten. Carola Rackete aber weigerte sich, diesen Hafen anzusteuern, kreuzte stattdessen noch weitere 16(!) Tage im Mittelmeer hin und her und verschlimmerte so die Lage ihrer Passagiere, setzte leichtfertig Leib und Leben anderer Menschen aufs Spiel. Daher liegt die Sea Watch 3 an der Kette.
Ebenfalls angekettet ist die Alex der italienischen selbsternannten Rettungsmission Mediterranea. Auch sie liegt in Lampedusa fest, die Besatzung ist in Haft genommen worden. Da es sich bei der Alex um ein italienisches Schiff handelt, werden sich deutsche Altparteienpolitiker kaum für die Mannschaft der Alex stark machen und den mehrfachen Gesetzesbruch schönzureden oder gar zu verteidigen versuchen; anders, als es unter anderem Steinmeier und Maas bei den Straftaten von Rackete versuchten.
Das dritte Schiff, die Alan Kurdi von der selbsternannten Rettungsorganisation Sea-Eye in Regensburg, wollte sich einem solchen Risiko nicht aussetzen und lief keinen italienischen Hafen an. Stattdessen übergab man seine Passagiere, die man direkt vor der libyschen Küste abgeholt hatte, noch außerhalb der maltesischen Seezone an ein Schiff der maltesischen Marine. Das übernahm dann die letzten Kilometer der Einschleppung der "Schiffbrüchigen" in die EU.
Der Einsatzleiter der Alan Kurdi, Gorden Isler, ließ kundtun, dass sein Schiff bereits wieder auf dem Weg in Richtung libyscher Küste sei, um neue Migranten an Bord zu nehmen.
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