AfD-Kanzler-Kandidatin Weidel auf Staatsbesuch in Budapest als Zukunft Deutschlands
AfD-Kanzler-Kandidatin Weidel auf Staatsbesuch in Budapest als Zukunft Deutschlands
Datum: 13.02.2025 - 12:19 Uhr
Die deutsche AfD-Vorsitzende und designierte Bundeskanzlerin Alice Weidel war gestern Dienstag auf Einladung von Viktor Orbán in Budapest eingetroffen und wurden von Ministerpräsident Orban am Mittwochvormittag im Karmeliterkloster empfangen.
Orban süffisant: »Eine Pikanterie des Treffen ist, dass die AfD nicht jene Partei ist, deren Vorsitzende normalerweise von Ministerpräsidenten anderer europäischer Länder empfangen wird. Nun aber ist es an der Zeit, dies zu ändern.«
Für Ungarn sei es also wichtig, dass Deutschland erfolgreich sei. Und wir freuen uns darauf, dass dies wieder geschieht. Und das, wofür die AfD stehe, sei gut für Ungarn. »Alle wichtigen Programmpunkte der AfD würden Ungarn zugute kommen, von der Migration bis zur Energiepolitik,« sagte Orbán.
Brüssels Politik ist gescheitert
Lat Orban gebe es ein Problem mit der EU-Politik, sowohl inhaltlich als auch formal. Seiner Ansicht nach ist die Brüsseler Wirtschaftspolitik zum Scheitern verurteilt. »Der Green Deal ist tot, er kann nicht reformiert werden, er muss vergessen werden. Der grüne Ansatz ist zwar wichtig, aber der Green Deal zerstört Europa, und deshalb zahlen wir Strom- und Gaspreise, die um ein Vielfaches höher sind als die der amerikanischen Konkurrenz.«
Allerdings kann Ungarn, ein Land mit 10 Millionen Einwohnern, die EU nicht retten, sondern Frankreich und Deutschland müssten dies tun. »Deutschland ist schwach geworden, mit schwacher Führung, schwacher Wirtschaftspolitik, fehlgeleiteter grüner Politik. Angela Merkel hat unser Land ruiniert,« so Weidel. Und sie fügte hinzu: Durch die fehlgeleitete Migrationspolitik leide nicht nur Deutschland, und auch andere Länder, darunter Ungarn, seien in eine schwierige Lage geraten.
An Viktor Orbán gewandt, sagte sie: »Wir wollen stolz auf unser Land sein, so wie Sie es auf Ihres sind. Für uns als AfD sind sie ein Symbol der Nüchternheit, Souveränität und Unabhängigkeit.« Weidel wolle dem Beispiel Ungarns folgen, wenn die AfD an die Macht käme. Die derzeitige korrupte EU-Institution müsse demontiert und den gewählten Vertretern in den nationalen Parlamenten anvertraut werden.
Diese illegale Migration sei laut Weidel teuer und gefährlich. Und: Sollte die AfD an die Regierung kommen, würde die sofort beendet und das europäische Asylsystem verlassen werden. Laut Orbán wäre Ungarn zwar viel kleiner als Deutschland. Und allein schon deshalb habe er kein Recht, Deutschland zu beraten. Orban weiter: Wäre Ungarn den Migrations-Forderungen Brüssels nachgekommen, sähe es heute wie Deutschland aus. »Selbst Geldstrafen von einer Million Euro pro Tag sind billiger als der Schaden, der mit der Aufnahme von Migranten verbunden ist.«
The top candidate of the far-right Alternative for Germany has pledged to follow the political course set by Hungary. Alice Weidel made the comments following talks with Hungarian Prime Minister Viktor Orban in Budapest.
Orban said it was „obvious that the AfD is the future.“ pic.twitter.com/TVxlc7n0j7— DW Politics (@dw_politics) February 12, 2025
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