AfD im Bund jetzt bei 23 Prozent
AfD im Bund jetzt bei 23 Prozent
Datum: 12.09.2023 - 08:47 Uhr
Die Sonntagsfragen dürften momentan in den Reihen der AfD besonders genau betrachtet und wohlwollend zur Kenntnis genommen werden. Jede neue Umfrage bringt nicht nur bei jedem der acht bekanntesten Umfragegruppen für die AfD bei der Sonntagsfrage zur Bundestagswahl ein neues Rekordergebnis, sondern dazu auch noch nahezu jede Woche ein absolutes, die Umfrageinstitute übergreifendes, Rekordergebnis. Bei YouGov wird die AfD aktuell bei 23 Prozent gesehen, das ist das bisher beste projizierte Ergebnis auf Bundesebene.
Aber auch bei den anderen Instituten liegen die Werte für die AfD kaum oder - mit einer Ausnahme - nur marginal dahinter: INSA (11. September) und Infratest dimap (31. August) sehen die AfD bei 22 Prozent. GMS (9. August), Forsa (5. September) und Kantar/Emnid (9. September) geben der AfD 21 Prozent. Die Forschungsgruppe Wahlen (18. August) taxiert die AfD bei 20 Prozent. Lediglich Allensbach (23. August) bleibt mit seiner 19-Prozent-Aussage unter der 20-Prozent-Grenze.
Je breiter das Grinsen bei der AfD wird, um so schockierter dürfte der Gesichtsausdruck bei den Vertretern der Ampel-Parteien sein. Scholz's Spezialdemokraten rauschen runter bis zu einen Wert von 16 Prozent (YouGov, Infratest dimap und Forsa). Das sind fast zehn Prozent weniger als bei der Bundestagswahl im September 2021. Die Öko-Sozialisten sind längst von ihren hohen Umfragewerten um die 20 Prozent weg. Sie liegen bei allen Umfragegruppen relativ einheitlich bei 14 oder 15 Prozent, was bestenfalls eine Bestätigung des Wahlergebnisses von 2021 ist. Für Lindners Liberallalas könnte die nächste Bundestagswahl der berühmte Tanz auf der Rasierklinge werden. Zwar werden sie bei fünf der acht Umfragegruppen (noch) bei 7 Prozent gesehen; aber bei YouGov liegt Lindner mit seiner Tuppe genau bei der magischen Fünf-Prozeht-Hürde. Politischer Überlebenskampf ist angesagt, genau wie bei der mehrfach umbenannten SED. Beiden steht das Wasser bis Oberkante Unterlippe. Da den Mund weit aufzureißen, ist wenig empfehlenswert.
Fast unberührt von den Kursen bei den Umfragegruppen zieht die Union ihre Kreise. Die Spannbreite für beide Parteien gemeinsam reicht von 26 Prozent (Kantar/Emnid und Forschungsgruppe Wahlen) bis hin zu 29 Prozent (Allensbach, Infratest dimap und YouGov). Hier gilt aber zu berücksichtigen, dass in diesen Wert das Ergebnis der CSU einfließt. Umgerechnet auf die Bundesebene sind das in der Regel zwischen sechs und sieben Prozent. Bei einer separaten Vergleichsprojektion aller Parteien, also CDU und CSU getrennt, läge die AfD vor der CDU. Die CSU würde die Fünf-Prozent-Hürde locker schaffen.
Die Werte der Sonntagsfragen im Überblick hier.
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