AfD auf Bundesebene jetzt bei 22 Prozent
AfD auf Bundesebene jetzt bei 22 Prozent
Datum: 28.08.2023 - 09:48 Uhr
Die farbpolitische Verschiebung auf Bundesebene ist eindeutig: Deutschland wird mehr und mehr »blau«. Das zeigt sich auch bei der monatlichen Umfrage des Portals Wahlkreisprognose. In der aktuellen Umfrage vom 27. August kommt die AfD bundesweit auf 22 Prozent. Das ist ein Anstieg gegenüber der vormonatlichen Umfrage um 1,5 Prozent. Damit rückt sie bis auf drei Punkte an die Unionsparteien (25 Prozent) heran; wobei bei der Union zu berücksichtigen ist, dass in das gemeinsame Ergebnis stets die 6 Prozent der CSU direkt mit einberechnet werden. Betrachtet man die Parteien separat, so kommt die CDU derzeit auf 19 Prozent und liegt damit nicht nur weit hinter der AfD, sondern sogar noch hinter der SPD (20,5 Prozent). Die beiden anderen Ampelkoalitionäre liegen bei 13 Prozent (Grüne) respektive 7,5 Prozent (FDP). Für eine Neuauflage der Berliner Ampel reicht das allerdings vorne und hinten nicht.
Verschiebungen gibt es auch bei den Direktmandaten, also den Erststimmen für die Kandidaten in den Wahlkreisen. Hier schneidet die Union in gemeinsamer Betrachtung mit 151 gewonnen Wahlkreisen am besten ab und gewinnt gegenüber der Bundestagswahl von 2021 leicht hinzu. Richtig geschröpft wird die SPD, die von 121 gewonnen Wahlkreisen 2021 auf 78 in der aktuellen Prognose eingedampft wird. Mit ihr verlieren auch die Grünen: für sie geht es runter von 16 auf 12. Die FDP holt, wie schon 2021, keinen einzigen Wahlkreis.
Eindeutiger Sieger ist auch hier die AfD. Bei der Wahl 2021 konnte sie 16 Direktmandate erlangen, in der aktuellen Prognose steigt diese Zahl auf 57!
Ganz fatal ist die Prognose für die mehrfach umbenannte SED. Sie scheitert mit den Zweitstimmen an der parlamentarischen Fünf-Prozent-Hürde und verliert auch zwei ihrer bisher drei Direktmandate. Das hieße im Umkehrschluss, dass für die politischen Linksaußen der Zugang zum Parlament zukünftig verschlossen bliebe.
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