Abschaffung des Bargelds als globales Ziel

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Abschaffung des Bargelds als globales Ziel
Datum: 12.01.2017 - 11:09 Uhr

Die EU hatte unter Anleitung des EZB-Präsidenten Draghi den 500-Euro-Schein aus dem Verkehr gezogen, Schwedens Banken ziehen nach und nach die im Umlauf befindlichen Geldscheine aus dem Verkehr und Indien hat im November 2016 alle 500- und 1.000-Rupien-Scheine für ungültig erklärt; das sind fast 80 Prozent aller im Land befindlichen Geldscheine gewesen. All dies sind Maßnahmen im weltweiten »Krieg gegen das Bargeld«, wie der bei der Bundesbank für Bargeld zuständige Zentralbereichsleiter Stefan Hardt in einer Meldung der »FAZ« zitiert wird.

Die Begründung für derlei Maßnahmen sind stets dieselben: man wolle mit diesen Maßnahmen die Korruption, das organisierte Verbrechen und die Schwarzarbeit bekämpfen. Doch diese Begründungen greifen nicht. Denn in den wenigsten Fällen führen Protagonisten des organisierten Verbrechens Bargeld mit sich herum. Sie legen ihr wie auch immer »erwirtschaftetes« Kapital stattdessen in Sachwerte (Immobilien, Schmuck, Fahrzeuge) oder in Geschäftsbeteiligungen an. Gerade daher ist es ja auch für die Strafverfolgungsbehörden so schwer, den Kapitalfluss bei der Mafia oder anderen Strukturen nachzuvollziehen und diesen Sumpf trocken zu legen.

Viel näher liegt dagegen die Vermutung, dass der Staat den Geldfluss kontrollieren will und dadurch, dass jeder Bürger nun unbedingt ein Konto haben muss, jederzeit Zugriff auf diese Konten hat. Dadurch kann er die Ausgabe des Geldes begrenzen (Griechenland) oder den Bürger neben Steuern und diverser anderer Abgabe durch Negativzinsen zusätzlich schröpfen. Wer Bargeld hat, entzieht sich diesem Zugriff des Staates. Bargeld ist ein Stück Freiheit, das der Staat nicht kontrollieren kann.

Sven von Storch

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