8. Mai 1945_ Ende des Krieges in Europa
8. Mai 1945_ Ende des Krieges in Europa
Datum: 08.05.2023 - 11:26 Uhr
Der in Georgien geborene sowjetische Staatchef Dschughaschwili, der sich selbst den Namen »Stalin« verpasst hatte, wollte unbedingt eine separate Kapitulation. Daher mussten am 9. Mai 1945 die Oberbefehlshaber von Heer und Kriegsmarine, Keitel und von Friedeburg, sowie Stumpff für die Luftwaffe, im Hauptquartier der Roten Armee in Berlin-Karlshorst noch einmal eine separate Kapitulationsurkunde unterzeichnen. Das ist auch der Grund, warum die Westalliierten den 8. Mai als Tag des Kriegsendes begehen, in Russland und den ehemaligen Sowjetrepubliken der 9. Mai dieser Gedenk- und sogar Feiertag ist.
Doch damit ist noch längst nicht Schluss mit dem Gezerre um das Kriegsende in Europa. Einmal abgesehen davon, dass die Medien hierzulande immer vom Ende des Zweiten Weltkriegs schwadronieren, was historisch gesehen vollkommener Unfug ist. Im Pazifik wurde noch mehr als drei Monate weitergekämpft; wäre der Krieg im Mai ´45 zu Ende gewesen, wäre den Menschen in Hiroshima und Nagasaki viel Leid erspart geblieben.
Aber selbst heute, 78 Jahre nach dem Kriegsende in Europa, prügelt man sich fast schon wieder darum, wer wie diesem Tag gedenken darf. Man überwirft sich darüber, welche Flaggen gezeigt werden dürfen und welche nicht, so als ob es »gute Opfer« und »schlechte Opfer« jenes Krieges gegeben hat. Menschen sind in dem Krieg gestorben, Zivilisten, Frauen, Kinder, Alte, Schwache. Ihnen sollte an diesem Tag besonders gedacht werden. Streitereien um Flaggen, Fahnen oder Symbole sind da in hohem Maße kleingeistig.
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