76-jährige Frau vorbestraft - weil sie zum Überleben Pfandflaschen sammeln muss
76-jährige Frau vorbestraft - weil sie zum Überleben Pfandflaschen sammeln muss
Datum: 22.09.2017 - 07:48 Uhr
Merkel hat in ihrer nun bald ablaufenden Regierungszeit jede Menge erzählt; vor allem aber hat sie jede Menge Unsinn erzählt. Einer der Sätze, der ihr wieder und wieder auf die Füße fällt, ist die Mär davon, dass es den Menschen in Deutschland angeblich noch nie so gut ging. Davon schwadronierte sie vor knapp einem Jahr im Rahmen der Generaldebatte im Deutschen Bundestag. Die Fakten jedoch sprechen eine ganz andere Sprache.
Niemals zuvor war die Zahl der von Armut bedrohten Kinder so groß wie jetzt. Niemals zuvor war die Steuerlast der Bürger so groß wie jetzt. Niemals zuvor war die Zahl derer, die trotz eines Arbeitsplatzes Zuwendungen vom Staat benötigen (»Aufstocker«) so groß wie jetzt. Die Zahl der Leiharbeiter war noch nie zuvor so hoch wie jetzt; die Zahl der islamischen Terroranschläge war noch nie so hoch wie jetzt; die Zahl der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung war noch nie zuvor so hoch wie jetzt. Die Zahl der illegalen Einwanderer war noch nie zuvor so hoch wie unter der Ägide Merkel. Und die Zahl der von Armut bedrohten Rentner war noch nie zuvor so hoch wie jetzt.
Anna Leeb aus München ist eine solche von Armut bedrohte Rentnerin. Weil ihre Rente vorne und hinten nicht reicht, ist sie als Flaschensammlerin unterwegs. Unter anderem sammelte sie auch am Münchner Hauptbahnhof. Doch hier traf sie die volle Härte der deutschen Sicherheitsorgane. Klar, um sexuell übegriffige »Südländer« zu ergreifen und zu verurteilen - dafür reicht es in diesem Lande nicht. Die lässt man entweder gleich laufen oder aber fasst sie vor Gericht mit Glacéhandschuhen an.
Aber eine 76-Jährige Flaschensammlerin - die muss gegriffen, aus dem Bahnhof geschleppt und anschließend mit voller Härte bestraft werden. Da kennt das Gesetz kein Erbarmen. Bei solchen Rechtsbrüchen müssen Exempel statuiert werden. Wie bei Anna Leeb, die jetzt wegen Hausfriedensbruch vorbestraft ist. Und 800 Euro für den Anwalt zahlen soll, der sie vor Gericht vertreten hat.
Und zum Abschluss noch einmal Merkels Satz, damit er richtig nachhallt: »Den Menschen in Deutschland ging es noch nie so gut.«
Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.
Für die Inhalte der Blogs und Kolumnen sind die jeweiligen Blogger verantwortlich. Die Beiträge der Blogger und Gastautoren geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder.


Add new comment