2,2 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser
2,2 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser
Datum: 23.03.2020 - 12:28 Uhr
Schon zum Ende des letzten Jahrtausends warnten Experten und Forscher davor, dass der nächste globale Krieg sich mutmaßlich am Wasser entzünden wird. Gemeint ist damit der Zugang zu sauberem Trinkwasser wie auch die sinnvolle Entsorgung des Abwassers. Doch bis heute wird dieses Problem weitgehend ignoriert oder bestenfalls mit sinnfreien Worthülsen behandelt. Dabei ist es für ein Viertel der Menschheit auf diesem Planeten ein existenzielles Problem. Mehr als 2,2 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Und das Problem verschärft sich von Tag zu Tag immer mehr. Heute ist der Verbrauch von Trinkwasser sechs Mal so hoch wie vor 100 Jahren.
Eine weitere erschreckende Zahl in dem heute zum Weltwassertag veröffentlichen Bericht der Unesco ist die Unterversorung mit Sanitäranlagen. Das betrifft etwa 4,2 Milliarden Menschen. Dabei sollte hinlänglich bekannt sein, dass gerade in nicht ordnungsgemäß entsorgten Abwässern Krankheitskeime gedeihen und sich Ungeziefer sammelt. Handlungsbedarf scheinen aber die Regierungsverantwortlichen in aller Welt nicht zu sehen. Sie haben ja Zugang zu sauberem Trinkwasser und brauchen sich auch nicht Gedanken darüber zu machen, wohin das verschwindet, was sie wegspülen.
Der Unesco-Bericht verweist einseitig auf die Klimaentwicklung als Ursache. Das ist insoweit falsch, als primär das Konsumverhalten des Menschen ein elementarer Grund für die Zunahme des Wasserverbrauchs ist. Zudem bedient sich die Industrie in der Regel oftmals noch am Trinkwasser, obwohl Nutz- respektive Brauchwasser oftmals den gleichen Effekt erzielt.
Und eines darf ganz und gar nicht vergessen werden: die E-Mobilisten propagieren ihren angelbich so sauberen Antrieb, unterschlagen aber ganz bewusst, dass zur Gewinnung des für die Batterie notwendigen Lithiums unterirdische Trinkwasserreservoirs in den mitunter trockensten Regionen des Globus geplündert werden, das Problem durch die E-Mobilität also noch einmal verschärft wird.
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