21. Juni 1948_ Währungsreform in der Tri-Zone

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21. Juni 1948_ Währungsreform in der Tri-Zone
Datum: 21.06.2023 - 10:51 Uhr

Viele von uns kennen noch die alten Münzen und Geldscheine der D-Mark: den »Groschen« (10-Pfennig-Stück), den »Zwickel« (2-Mark-Stück), den »Heiermann« (5-Mark-Stück) und natürlich die Bilder auf den Scheinen. Wobei hier erwähnt werden sollte, dass auf den ersten Geldscheinen aus dem Jahr 1948, gedruckt in den USA, keine – wie später – herausragende deutsche Persönlichkeiten abgebildet waren, sondern, außer bei den kleinsten Scheinen, durchweg mystische der Fantasie entsprungene Frauenbilder. Lediglich auf den Scheinen für eine halbe Mark und eine Mark gab es keine solchen Bilder.

1961 wurde dann die dritte Banknotenserie herausgegeben. Sie sollte bis in die 1990er-Jahre ausgegeben werden und dürfte wohl die bekannteste Banknotenserie überhaupt sein. Auf allen Geldscheinen waren auf der einen Seite die Gesichter von deutschen Malern abgebildeten Konterfeie abgedruckt, auf der anderen Seite typisch deutsche Symbole; wie zum Beispiel auf dem Zehner die »Gorch Fock«. Natürlich träumten viele davon, einmal die Burg Eltz (500er) oder gar den Limburger Dom (1.000er) in den Händen zu halten, doch für viele blieb das ein Wunschtraum.

Die D-Mark war des Deutschen liebstes Kind, egal, ob in Ost oder West. Nachdem das Volk die SED-Schergen vom Hof gejagt hatte, wurde im Gebiet der vormaligen Ost-Mark ebenfalls die D-Mark eingeführt. Es hätte mit der D-Mark ewig so weitergehen können, hätte sich Helmut Kohl nicht der Erpressung Frankreichs und Großbritannien unterwerfen müssen, um die Erweiterung der Bundesrepublik Deutschland um die vormals von der SED kontrollierten Gebiete zu realisieren. Mitterand und Thatcher wollten diesem Schritt nur dann zustimmen, wenn Kohl die harte, erfolgreiche D-Mark zu Gunsten einer schwachen, wachsweichen europäischen Gemeinschaftswährung aufgibt. Die haben wir jetzt: den alles verteuernden, ungeliebten, schwachen (T)Euro.

Viele Menschen in Deutschland wünschen, sehnen sich nach der guten alten D-Mark zurück. Da wusste man, was man hat.

Sven von Storch

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