19 Messerstiche, Fensterwurf, Kehle durchschnitten - trotzdem kein Mordvorwurf

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19 Messerstiche, Fensterwurf, Kehle durchschnitten - trotzdem kein Mordvorwurf
Datum: 12.06.2017 - 11:11 Uhr

Rashid D. ist ein unglücklicher Mann; zumindest bekommt man den Eindruck, wenn man den in der "Welt" veröffentlichten Beitrag durchliest. Seine Frau (das spätere Opfer), die gemeinsamen Kinder und er kamen 2016 im Zug der von Merkel zu verantwortenden Massenmigration nach Deutschland. Aber D. konnte nicht wirklich Fuß fassen. Zumal er nach wie vor unter einem in Tschetschenien erlittenen Trauma litt: er war, so sein Anwalt, Zeuge eines schweren Anschlags geworden und litt seitdem unter Rücken- und Kopfschmerzen. Diese aber therapierte er nicht etwa, sondern konsumierte des öfteren starke Schmerzmittel und illegale Drogen, wie zum Beispiel Crystal Meth. Das ist die Droge, die angeblich auch der Grünen-Politiker im März 2016 konsumiert haben soll.

Rashid D. jedenfalls stand im November des Vorjahres, so sein Anwalt, unter starkem Druck. Der Asylantrag war im Oktober 2016 abschlägig beschieden worden, die Familie sollte abgeschoben werden. Weil D. aber bei anderen Familienmitgliedern untertauchte und sich so der Abschiebung entzog, wurde diese nicht umgesetzt. Am Tattag soll es zwischen D., der nach Einlassung der Anwälte wieder unter der Wirkung von Crytal Meth stand, und seiner Frau zu einem Streit gekommen sein. D. stach mit einem Messer 19(!!) Mal auf seine Frau ein, drängte sie dann so lange gegen den Rahmen des offenen Fensters im Ersten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses, bis sie auf die Straße stürzte, rannte dann die Treppe hinunter und durchschnitt dem fast schon toten Opfer die Kehle.

Diesen Gewaltexzess, diese brachiale, bestialische und menschenverachtende Tat aber sehen die Richter des Landgerichts in Cottbus nicht als Mord an und verurteilten Rashid D., einen Tschetschenen, lediglich wegen Totschlags.

Sven von Storch

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