13. Februar 1945 - Alliierter Bombenterror gegen Dresden
13. Februar 1945 - Alliierter Bombenterror gegen Dresden
Datum: 13.02.2023 - 11:25 Uhr
Im Februar 1945 war längst klar, dass die Wehrmacht diesen Krieg verloren hat. Von Osten her rückte die Walze der Sowjetarmee unaufhaltsam näher, im Westen stießen die Alliierten kaum noch auf nennenswerten Widerstand. Dennoch ging es manchem Militär immer noch nicht schnell genug oder aber er sah seine Felle bezüglich einer eigenen Profilierung davon schwimmen. Wie namentlich der Brite Arthur Harris. Der wollte deutsche Städte brennen sehen, wie er selbst bereits 1942 in einem Flugblatt formulierte: »Wir bomben Deutschland, eine Stadt nach der anderen, immer schwerer, um euch die Fortführung des Krieges unmöglich zu machen. Das ist unser Ziel. Wir werden es unerbittlich verfolgen. Stadt für Stadt: Lübeck, Rostock, Köln, Emden, Bremen, Wilhelmshaven, Duisburg, Hamburg – und die Liste wird immer länger.«
Über Berlin hinaus waren die alliierten Bomber allerdings bis zum Februar 1945 bisher nicht geflogen, weil sie nach wie vor Angst vor der längst nur noch in Fragmenten existierenden Luftwaffe hatten. Das sollte sich jetzt ändern: Dresden war das für Februar 1945 angesetzte Ziel. Eine Großstadt mit 630.000 Einwohnern, die mit mehreren hunderttausenden sich vor der Sowjetarmee in Sicherheit bringenden Flüchtlingen aus den deutschen Ostgebieten überfüllt war.
Militärische Einrichtungen gab es in Dresden nicht, keine Rüstungsindustrie, keine schweren Verteidigungs- oder Abwehrstellungen. Im Grunde genommen war Dresden verteidigungsunfähig und mit Menschen überfüllt, die in Kellern oder Verschlägen übernachteten.
In der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945 entfachte Harris seinen Bombenterror über Dresden. Fast 800 britische Bomber entluden ihre mörderischen Waffen über Dresden, allein in dieser Nacht wurden über 80.000 Wohnungen restlos zerstört, drei Viertel der Dresdner Altstadt in Brand gesetzt. Es waren keine gegen spezielle Ziele gerichteten Angriffe, sondern es war eine Flächenbombardierung, um größtmöglichen Terror gegen die am Boden lebenden Menschen auszuüben.
Am 14. Februar setzten Ami-Bomber den Terror gegen Dresden fort, über 500 Flugzeuge wurden eingesetzt und warfen 1.800 Spreng- und Minenbomben (474,5 t) sowie 136.800 Stabbrandbomben (296,5 t) ab. Am 15. Februar erfolgte ein weiterer Tagangriff von Ami-Bombern gegen Dresden, bei dem weitere knapp 4.000 Sprengbomben (460 t) abgeworfen wurden.
Wie viele Menschen bei diesem alliierten Bombenterror, einem bis heute ungesühnten Kriegverbrechen, um Leben kamen, wird sich vermutlich nie aufklären lassen. Fakt ist, dass bis zu diesen Bombardements keine Menschen AUS Dresden geflohen sind, hingegen zehntausende auf der Flucht vor der Sowjetarmee NACH Dresden geflohen waren. Schätzungen zufolge sollen sich in diesen Februartagen 1945 mehr als eine dreiviertel Million Menschen in Dresden aufgehalten haben. Berücksichtigt man den Zerstörungs- und Vernichtungsgrad der Stadt, so wirken die offiziell (geschönten) Opferzahlen von gerade einmal 25.000 Todesopfern geradezu absurd gering. Aber wer diese Zahl anzweifelt wird sofort angegangen, angefeindet, diskriminiert und diskreditiert. Eine Aufklärung ist politisch nicht gewollt, ebenso wenig die Sühnung dieses Kriegsverbrechens.
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