11. Juni 2014_ Beginn der russischen Unterstützung für Luhansk und Donezk

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11. Juni 2014_ Beginn der russischen Unterstützung für Luhansk und Donezk
Datum: 11.06.2024 - 10:55 Uhr

Es ist nicht ganz frei von Ironie, dass ausgerechnet heute Selenskij in Berlin um Waffen, Munition, Rüstungs- und Kriegsgüter sowie Geld schnorren wird. Denn auf den Tag genau vor zehn Jahren, also am 11. Juni 2014, wurde erstmals offiziell die Präsenz von Truppen aus Russland auf dem Gebiet der beiden Donbas-Republiken gemeldet. Die aus Freiwilligen bestehenden Verbände haben sich den um Freiheit, Eigenständigkeit und Unabhängigkeit gegen die einmarschierte ukrainische Nationalarmee kämpfenden Einheiten der beiden Republiken angeschlossen, um die letzten noch nicht von der ukrainischen Nationalarmee okkupierten Gebiete zu verteidigen.

Zu diesem Zeitpunkt hielten die Unabhängigkeitskämpfer in Luhansk nur noch ein Viertel des eigenen Staatsgebietes im äußersten Südosten der Republik. Ihren Waffengefährten in der Republik Donezk ging es nur unwesentlich besser. Sie hielten an diesem Tag etwa ein Drittel des Staatsgebietes im äußersten Osten der Republik.

Erst mit der Waffenhilfe der russischen Freiwilligen, die sich wohl auch aus Einheiten der Wagner-Söldner zusammensetzten, konnte der bis dato ungehinderte Vormarsch der ukrainischen Nationalarmee gestoppt werden. Deren Ansinnen war offensichtlich die komplette Besetzung der beiden Nachbarrepubliken, um die dortige Unabhängigkeitsbewegung vollständig auszumerzen. Die Verschiebung der Frontlinie kam alsbald entsprechend zu einem Stillstand, erste Verhandlungen über einen Waffenstillstand, vielleicht sogar über einen Frieden, fanden statt.

Es konnte jedoch keine endgültige Lösung erzielt werden, weil Kiew auf einer Unterwerfung und dem Anschluss der beiden Donbas-Republiken an das eigene Staatsgebiet bestand, während die beiden ihrerseits auf ihre im Einklang mit dem Völkerrecht stehende ausgerufene Unabhängigkeit bestanden. So blieb es bei dem Status Quo bis zum Februar 2022.

Kiew verweigerte den überwiegend von einer russisch-stämmigen Bevölkerung bewohnten Donbas-Republiken die Unabhängigkeit und hielt weiterhin große Teile der Nachbarländer besetzt. Ungezählte Appelle aus Moskau wurden ignoriert, dann wurde die reguläre russische Armee in Bewegung gesetzt. Seitdem geht es für die einstigen ukrainischen Besatzer nur noch in rückwärtige Richtung.

Sven von Storch

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