10.323,29 Euro für Bundestagsabgeordnete ab morgen - Entschädigung

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10.323,29 Euro für Bundestagsabgeordnete ab morgen - Entschädigung
Datum: 30.06.2022 - 11:36 Uhr

In Deutschland, dem Land, wo man angeblich gut und gerne leben kann, sind fast 14 Millionen Menschen von Armut betroffen, Tendenz weiter steigend. Die Tafeln und andere karitative Hilfsdienste, die die Armen und Ärmsten mit den Dingen des täglichen Bedarfs notdürftig versorgen, melden schon seit Wochen »Land unter«. Politische Verantwortungsträger schwafeln von diversen Notständen oder rufen diese gleich aus. Sie wollen den Menschen im Land die tägliche Hygiene untersagen oder sie dazu nötigen, im kommenden Winter in kalten Wohnungen vor sich hin zu darben.

Doch sie selbst, zumindest diejenigen von ihnen, die einen Platz im deutschen Bundestag ergattert haben, schöpfen aus dem Vollen. Voller denn je. Mit Stichtag 1. Juli 2022 kassiert jeder Bundestagsabgeordnete 10.323,29 Euro an »Abgeordnetenentschädigung«; bei Ministern und dem Kanzler gibt es noch einen fetten Zuschlag oben drauf. Hinzu kommen diverse Extras für Ausstattung, Personal und sonstige Kosten plus eine kostenfreie Netzkarte der Bahn und der ebenfalls für die Abgeordneten kostenfreie Fahrdienst in Berlin.

Finanziert wird das alles vom deutschen Steuerzahler.

Zum Vergleich: die Durchschnittsrente in Deutschland beträgt 1.583 Euro im Westen, 1.249 Euro im Osten. Das Durchschnittseinkommen eines vollbeschäftigten Arbeitnehmers liegt aktuell brutto bei etwa 4.100 Euro, wobei die Einkommen je nach Berufszweig extrem unterschiedlich sind. Im Beherbungs- und Gastronomiegewerbe liegen die Einkommen nämlich gerade einmal knapp über 2.000 Euro - brutto! Ein alleinstehender  ALG-II-Bezieher erhält monatlich 449 Euro plus die Kosten für die Unterkunft.

Sie alle alimentieren mit ihren Steuern und Abgaben, die weltweit die zweithöchsten sind, voll die Bundestagsabgeordneten, die Minister und den Kanzler. 736 Abgeordnete kosten den deutschen Steuerzahler über eine Milliarde Euro pro Jahr.

Eine Verkleinerung des Bundestags, wie von der AfD gefordert, und auch ein ebenfalls von der AfD beantragte Gehaltsverzicht wurde von den Altparteien unisono abgelehnt. In deren Reihen scheffelt man lieber kräftig weiter, kassiert, streicht und sackt ein, was es abzuholen gibt. Volksvertreter?

Sven von Storch

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