Caren Miosga verwendet falsche (zu niedrige) Kosten bei Windstrom

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Caren Miosga verwendet falsche (zu niedrige) Kosten bei Windstrom
Datum: 05.02.2025, 10:46

Sehr geehrte Frau Miosga,

in der oben genannten Sendung haben Sie zwei falsche Angaben gemacht, die korrigiert werden sollten.

Sie haben gesagt, Windstrom würde 4,3 bis 9,2 Cent /Kilowattstunde kosten. Dies sind die Einspeisevergütungen, die der Erzeuger direkt an der Windkraftanlage erhält. Es fehlen die Kosten für die Weiterleitung des Stroms (neue Leitungen müssen gebaut werden), für die Leitungsverluste (10 % für Strom quer durch Deutschland), für den notwendigen Regelstrom (Anstieg von 100 Millionen auf 4 Milliarden Euro / Jahr), die Entsorgungskosten bei Stromüberschuss (mehr als 500 Stunden mit negativen Strompreisen im letzten Jahr), die Entschädigungen für Abschalten von Industriebetrieben bei Strommangel, die Speicherverluste (Pumpwasserwerke und Batterien: 20 %, Wiederverstromung von Wasserstoff: 80 %). Die Aufzählung ist nicht vollständig.

Die tatsächlichen Kosten des Ökostroms lassen sich leicht errechnen. 1/3 Ökostrom hat den Strompreis verdoppelt. Das Ergebnis der einfachen Dreisatzaufgabe ist: Ökostrom ist 4-mal teurer als Strom aus den abgelösten Kraftwerken. Dies sollte den Verbrauchern nicht verschwiegen werden.

Ihr zweiter Fehler ist, zu glauben, unzuverlässiger und nicht regelbarer Wind- und Solarstrom sei dem regelbaren Kraftwerksstrom gleichwertig und könne ein Industrieland sicher versorgen. Diese Mär wird von Politikern behauptet. Fakt ist: Für ein stabiles Stromnetz sind aber regelbare Kraftwerke mit den großen rotierenden Massen erforderlich. Der Ökostrom destabilisiert das Netz. Er darf nur begrenzt eingespeist werden und erfordert große Regelleistungen von den Kraftwerken. Der Ökostrom ist nicht Grundlage, sondern Hemmnis einer gesicherten und preiswerten Stromversorgung. Um das klar herauszustellen, bezeichnen wir diesen Ökostrom als Fakepower, denn die Politik täuscht die Bürger mit Hilfe der Medien.

Das ARD lebt von den Zwangsgebühren der Bürger. Als Gegenleistung sollte es ideologiefreie sachliche Berichte geben. Das ist bei Ihrem Auftreten nicht der Fall.

Wird sich das in Zukunft ändern? Ich hoffe es.

Beste Grüße

Hans-Günter Appel

Sven von Storch

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