Bundeskanzler Merz, die Energiewende und das Schweigen im Walde

Veröffentlicht:
Einführung

Friedrich Merz sagte in seiner Aschermittwochsrede: „Diese Energiewende bringt uns um“. Das ist absolut richtig. Erstaunlicherweise fand dieser sensationelle Satz in den Medien kaum Widerhall. Der heilige Gral der Weltverbesserung soll medial auf keinen Fall beschädigt werden.

Von Manfred Haferburg

 „Diese Energiewende, wenn wir sie jetzt nicht korrigieren, bringt uns um. Sie ist zu teuer geworden. Es ist der falsche Weg, man kann nicht nur alles mit Sonne und Wind machen.“ Das sagt der Kanzler der Bundesrepublik Deutschland laut und deutlich in die Mikrofone bei seiner Rede zum Politischen Aschermittwoch in Trier. Ich weiß leider nicht, was in Regierungskreisen so zum Karneval konsumiert wird, es muss jedenfalls für den Bundeskanzler erhellend gewesen sein. Denn was er am Aschermittwoch über die Energiewende sagte, stimmt weitgehend.

Wer allerdings diesen Teil der Merz-Rede hören wollte, der musste sie im Netz suchen. Denn bei der öffentlich-rechtlichen Fernsehübertragung fehlten die letzten 15 Minuten, da selbige leider „aus technischen“ Gründen nach 40 Minuten nicht mehr funktionierte. Stattdessen ordnete der Politikwissenschaftler Emanuel Richter eine Rede für die Zuschauer ein, die er offensichtlich selbst auch nicht bis zum Ende sehen konnte. Das war schon putzig, denn der energiewendekritische Teil fehlte den Zuschauern, die sie sich erst online hätten anschauen müssen. Aus diesem Grund habe ich diesen Teil der Rede transkribiert. Merz sagte wörtlich:

   „Wir werden weiter in der Energiepolitik hart arbeiten müssen. Katherina Reiche hat in diesen Tagen einen Vorschlag gemacht, beim weiteren Ausbau der Wind- und Sonnenenergie darauf zu achten, dass der Strom auch wirklich abgenommen wird. Fundamentale neue Erkenntnis: dass derjenige, der etwas produziert auch Abnehmer braucht. Ja meine Damen und Herren, das müsste doch eigentlich selbstverständlich sein, dass man diese Einspeisevergütung nur dann bezahlt, wenn tatsächlich der Strom, der produziert wird, auch einen Abnehmer findet. Das ist eine kleine Korrektur, in einem Energieversorgungssystem, das zu teuer geworden ist. Diese Energiewende, wenn wir sie jetzt nicht korrigieren, bringt uns um. Sie ist zu teuer geworden. Es ist der falsche Weg, man kann nicht nur alles mit Licht und Sonne und Wind machen. Natürlich geht viel. Aber es geht nicht alles. Wir brauchen grundlastfähige Stromerzeugung, deswegen bauen wir jetzt wieder neue Kraftwerke in Deutschland. Und das, was wir mit Wind und Sonne machen, muss auch akzeptiert werden in der Bevölkerung. Bei mir zu Hause, bei Ihnen in der Eifel, es gibt erheblichen Widerstand gegen den Ausbau der Windenergie, erheblichen Widerstand gegen das, was da tatsächlich stattfindet. Ich bekenne mich dazu, dass das notwendig und richtig ist. Aber es muss so gemacht werden, dass es wirtschaftlich vernünftig ist und dass es von der Bevölkerung akzeptiert wird, als einen Beitrag zur sicheren Energieversorgung unseres Landes. Das ist doch die Voraussetzung, die man gemeinsam erfüllen muss“.

Das große Schweigen im Walde

Eigentlich ist das, was Merz da sagt, eine Sensation. Aber – kaum ein Sterbenswörtchen in Presse und Öffentlich-Rechtlichen. Lediglich das Nachrichtenportal Nius berichtete in seiner Morgensendung am 19. Februar 2026 darüber und kommentierte es. Bei Bild und BZ fand man immerhin noch einen kurzen Hinweis.

Die Bürger der Bundesrepublik Deutschland haben für die Energiewende bisher weit über 500 Milliarden Euro ausgeben müssen. Das sind mehr als 12.000 Euro pro Haushalt. Seit 26 Jahren werden die „Erneuerbaren“ in Deutschland massiv gefördert. Und nun, nach 26 Jahren staatlich verordneter Zerstörung eines früher gut funktionierenden Energiesektors, stellt der Kanzler, ein leidenschaftlicher Protagonist der Energiewende, höchstselbst und ungefragt fest, dass diese Energiewende das Land umbringt.

Das geht für die Energiewende-Einpeitscher der Leitmedien natürlich nicht. Das hat ja der Gottseibeiuns auf der anderen Seite des Großen Teiches schon mal gesagt. Das wird möglichst verschwiegen. Erstmals kommen mir Zweifel, ob das in stiller Übereinkunft der linken Medienschaffenden verschwiegen werden soll, oder ob da jemand Vorgaben gemacht hat. Alle großen Medien schwiegen sich gestern über diesen Teil des Merz-Auftritts in Trier komplett aus. Sie berichten zwar kurz über die Rede, aber ohne dieses konkrete Zitat.

Wen kritisiert Merz da eigentlich? Er ist selbst der Bundeskanzler und mit einer Richtlinienkompetenz ausgestattet, die dem Spuk jederzeit ein Ende machen könnte. Seine Partei ist seit 20 Jahren entweder an der Regierung beteiligt oder eifrigste Verfechterin des Energiewendeirrsinns. Wenn es nach der Politik und den Leit-Medien geht, soll das mit der Energiewende auch künftig alles genauso bleiben. Die Bürger sollen, ohne zu murren, weiterzahlen und die Windbarone und Sonnenkönige weiter ungehindert kassieren.

Was ist los in einem Land, das energiepolitischen Selbstmord begeht und in dessen Medien selbst eine verhaltene Kritik des Bundeskanzlers dem Volk verschwiegen wird – selbstverständlich mit eingeschlossenem Glaubensbekenntnis an den Klimawahn? Und was ist los mit einem Bundeskanzler, der einer nach eigener Erkenntnis suizidale Energiepolitik nicht umgehend Einhalt gebietet?

Der Beitrag erschien zuerst bei Achgut hier

Sven von Storch

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.

PayPal

Für die Inhalte der Blogs und Kolumnen sind die jeweiligen Blogger verantwortlich. Die Beiträge der Blogger und Gastautoren geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder.

Blog-Kommentare

Kein Wunder, daß man solch wahre Worte in unseren(?) unabhängigen(?) Medien totschweigen mußte!

Aber am Ende hat Merz doch - um nicht bei seinen Black-Rock-Strippenziehern in Ungnade zu fallen - noch schnell seine Aussagen entwertet, indem er den weiteren Ausbau von Solar- und Windenergie fälschlich als "notwendig und richtig" bezeichnet hat.

Unzuverlässige und subventionsbedürftige Energie haben wir leider mehr als genug - was wir jetzt nur noch brauchen, ist zuverlässige und bezahlbare Energie - ohne Rücksicht auf verlogene Klima- oder Antiatomkraft-Argumente.

Energie-Verschwende mit 5oo Milliarden zum Löcher stopfen -

Drei Affen : Nicht SEHEN ,nicht HÖREN  aber dumm REDEN ,also wie dumm man in den Wald reinschreit ,so hallt es wieder raus ! Noch dümmer ,dass sich bei Affen nichts ändert ,sie hören weiter nicht und tappen nun im Dunkeln ,trotz EU Glühbirnen von der Leine produziert !

Statt Klarname ,klar bezeichnet ! Krall & Bubeck: 31% wollen EINHEITSPARTEI! – Demokratie am Abgrund?!  https://youtu.be/eSlG8xTqTe8?si=ve8Ji8EGughe9Cd4

Add new comment

CAPTCHA
Enter the characters shown in the image.
This question is for testing whether or not you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.