Prof. Dr. Ulrich Kutschera

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Maulkorb für Professorenschaft

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Maulkorb für Professorenschaft
Datum: 05.08.2020, 09:22

Im 19 Jahrhundert war der deutsche Universitätsprofessor noch eine weltweit angesehene "Institution". Persönlichkeiten wie die Professoren Ernst Haeckel (1834 bis 1919) oder August Weismann (1834 bis 1914) prägten die heranreifenden Evolutionswissenschaften — deren klassische Werke zählen heute zum bleibenden Kulturgut der Menschheit.

Noch während meiner Studienzeit an der Universität Freiburg i.Br. gab es derartige Persönlichkeiten. So erinnere ich mich gerne an die Vorlesungen meines zoologischen Lehrers, den Evolutionsbiologen Prof. Günther Osche (1926 bis 2009), der in seinen kurz gefassten Lehrbüchern (und seinen leiblichen Kindern) fortlebt.

Die Professorengeneration meiner Studienzeit war nach der H-Besoldung alimentiert, was ein gutes Auskommen ohne Zusatzjobs ermöglichte — freie Forschung und unabhängige Lehre war das Motto des Universitätsgelehrten der "alten Zeit".

Als dann später die H-durch eine C-Besoldung "herabgestuft" wurde, war kaum eine Reaktion feststellbar – obgleich ich, nach Berufung durch den damaligen hessischen Ministerpräsidenten Hans Eichel (geb. 1941), von meiner Vorgängerin wegen des "bescheidenen C4-Salärs" bemitleidet worden bin.

Mit der Einführung der W-Besoldung im Jahr 2002 hat man faktisch den ehemaligen Uni-Prof. zum Schul- Lehrer degradiert — ohne Zusatzjobs — als Dekan usw. — sind diese Kollegen finanziell jenen Personen nahezu gleichgestellt, die sie auszubilden haben, den Lehrern an Gymnasien.

Geld ist aber nicht alles — mit der oben genannten Verurteilung wegen faktisch richtiger Aussagen zum Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare (von mir korrekt als "nicht zur Fortpflanzung fähige Erotik-Vereinigungen" bezeichnet — ein Mann kann keinen 2.  Mann schwängern und zur "Mutter" machen!) ist eine neue Stufe der Degradation des ehemaligen "Deutschen Professors"  vollzogen worden. Während der Gerichtsverhandlung — ein politischer Schauprozess — wurden alle von mir vorgetragenen biologischen Fakten ignoriert — weder das Generalthema  "John Money und die Gender-Ideologie", noch die genetische Verwandtschaft zwischen Eltern und leiblichen; Kindern, die Inzucht-Hemmung bei fehlendem genetischen Band, der  negative Stiefelterneffekt, die übersteigerte Elternliebe (Pädophilie nach J.M.), und schon gar nicht das Kindeswohl wurden ernst genommen. Einzig und alleine die verletzten Gefühle von zwei schwulen Männern, als Zeugen geladen, deren Vorträge gewürdigt wurden, zählten. Gemeinsam mit 2 Asta-Funktionären argumentierten sie gegen mich.

Meine 6 Zeugen — fünf Professoren und ein Kinderarzt — wurden nicht eingeladen, deren eingereichte Schriften zur Unterstützung meiner Aussagen verworfen — das diene nicht der Wahrheitsfindung, wurde argumentiert.

Obwohl ich in Revision gehen werde und die Sache vor dem  Landgericht neu bewerten lassen möchte ist der Schaden dieser nicht rechtskräftigen Verurteilung immens — Meine 5 Professorenkollegen, allesamt ausgewiesene Experten, wurden als "unwichtig" entsorgt. Dafür durften sich 2 Asta-Studenten auslassen — meine Sachargumente wurden hingegen ignoriert — und zugunsten der linksgrünen Gender-Ideologie, die als neue Staatsreligion unangreifbar geworden ist,eingetauscht.  

Dieser symbolische "Maulkorb für die Professorenschaft" wiegt schwerer als die Herabstufung zum Ober-Gymnasiallehrer (Übergang H-C-W-Besoldung).

In meinem gerade erschienenen Buch "Biologische Fakten widerlegen Politische Utopien" habe ich diesen Niedergang Deutschlands mit Bezug zur Massenmigration, der Coronaviren- und Kohlendioxid-Problematik anschaulich dargelegt. Das Kapitel zum Bildungsverfall passt zum Strafverfahren im Kasseler Amtsgericht wie "die Faust aufs Auge".

Sven von Storch

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