Gender-vernebeltes deutsches Uni-Elend und das Stanford-Prinzip
Gender-vernebeltes deutsches Uni-Elend und das Stanford-Prinzip
Datum: 22.08.2022, 08:18
Lange Gesichter im deutschen Uni-Einheitsbrei: Keine der Hochschulen hat es 2022 unter die ersten 50 "World Universities" gebracht. Die TU München, bisher das einzig wirklich "namhafte" Zugpferd, das sogar vom letzten Präsidenten der kalifornischen Stanford-University öffentlich zur Kenntnis genommen worden ist, hat wieder einige Punkte verloren...
Die ersten beiden Plätze werden (wieder) von der Harvard und der Stanford University eingenommen, wobei die Ostküsten-Superuni ca. 300 Jahre älter ist und noch viel mehr Vermögen anhäufen konnte als "wir Kalifornier".
Ich habe meine wissenschaftliche Laufbahn entscheidend den verschiedenen Forschungsinstituten der Stanford U. zu verdanken, welche, wie in Deutschland die Max-Planck-Institute, finanziell autonom agieren.
Diese Research Centers ( u.a. Carnegie Institution) sind auf dem Campus der Elite-Uni angesiedelt und werden mit der dort etablierten Infrastruktur versorgt. Die Universität listet diese Institute als "Academic Departments" im Vorlesungsverzeichnis, und die dort tätigen unabhängigen Scientists bekommen den Titel "Professor by Courtesy" verliehen, in Deutschland entspricht das dem "Apl. Prof."-- sie können Doktoranden der Stanford University ausbilden und dürfen lehren, müssen das aber nicht. Forschungsergebnisse generieren und diese publizieren steht im US-Unisystem höher als die akademische Lehre, im Wesentlichen ein Wiederkäuen bekannter Fakten.
In Deutschland sind die MPIs, als Zentren der Grundlagenforschung, von den Universitäten abgekoppelt. Würden diese unabhängigen Forschungszentren, nach dem Stanford-Prinzip, den Unis angegliedert sein, würden die deutschen Hochschulen besser da stehen. Das Problem ist nur: Welches exzellente MPI möchte sich an einer der vielen namenlosen, leistungsschwachen Universitäten assoziieren?
Auch in den USA verbrüdern sich die extern finanzierten Forschungsinstitutionen nicht mit den vielen, vom "Gender-Wahnsinn" infizierten kleinen Unis, die u.a. als State Colleges bekannt sind. Und da sind wir bei einem Problem, das die deutschen Universitäten immer tiefer in den Abgrund der Bedeutungslosigkeit zieht: die als "Asten" bezeichneten, im Kern erzkonservativ-dogmatisch agierenden Studentenvereinigungen.
Sie wollen die Welt vor dem Untergang und der Ungerechtigkeit retten, eine naive, quasi-religiöse Utopie, welche von gewissen politischen Parteien, den Farben "Rot-Grün" verpflichtet, entlehnt ist. Professoren, die zum eigenständigen Denken fähig sind und vom Mainstream abweichende Positionen vertreten, werden in Stanford nach dem dort vertretenen Grundsatz unterstützt, aber in Deutschland, von Verwaltungsbeamten und den "Asten", bekämpf -- auch mit juristischen Mitteln, siehe: kath.net/news/78061
Ob es hierbei um die menschenverachtende Gender-Ideologie, welche u.a. die Frauen, als biologisch weibliche Vertreter der evolvierten Spezies Homo sapiens, abschaffen möchte, die Umweltfrage, unter dem Pseudonym "Klima" verborgen, die Populationsbiologie (Massenzuwanderung) oder die Coronaviren-Problematik geht, spielt fast keine Rolle: nur wer das nachplappert, was der politisch korrekte Mainstream erlaubt, zählt zu den "Guten"-- alle anderen sind "die Bösen", welche als "Leugner" heiliger Wahrheit diffamiert werden. Nach diesem Grundsatz kann das vergenderte deutsche Uni-Elend nicht geheilt werden!
Für mich ist das aktuelle "Shanghai Ranking der 100 Top-Universitäten-2022'' ein freudiges Ereignis. Als gewähltes Mitglied der "Alexander von Humboldt-Stiftung", ein Lichtblick in der deutschen akademischen Landschaft, war und ist es mir vergönnt, seit 1985 bis heute u.a. an der Stanford U. (Nr. 2), der UC Berkeley, Kalifornien (Nr. 5) und in Kooperationeprojekten der Cornell U. (Nr. 12) arbeiten zu dürfen. Die Mehrzahl meiner wiss. Publikationen tragen seit einigen Jahren eine dieser Top-Adressen, was zum guten Impact bei Research Gate beiträgt.
Die Universität Bonn, wo ich mich 1990 habilitiert habe, steht auf Platz 76, und meine Alma Mater, die Uni Freiburg i.Br., hat es zumindest in das Segment "101 bis 150" gebracht. Leider ist aber die Friedrich-Schiller-Universität Jena, wo ich die letzen 20 Jahre in Kooperationsprojekte eingebunden war, in die Abstiegs-Etage "401 bis 500" abgeglitten. Die Uni Jena sollte, unter Bezug auf ihren guten Namen, mit den dort angesiedelten MPIs interagieren und der einflussreichen Jenaer AStA-Gender-Fraktion die "Rote Karte" zeigen -- das ist meine persönliche Empfehlung nach zwei Jahrzehnten guter Zusammenarbeit mit Kollegen aus der Biologie, die ich immer sehr geschätzt habe.
Dr. Ulrich Kutschera
Professor of Biology
Academic Advisor & Manager: Project W. R. Briggs/Stanford-019
I-Cultiver, Inc., San Francisco Bay Area, Tracy, CA 95376, USA
The Systems Biology Group, Inc., Palo Alto, CA 94306, USA
AK Evolutionsbiologie, 79104 Freiburg i. Br., Germany
www.evolutionsbiologen.de
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