Freispruch_ Kinder sind auch Menschen
Freispruch_ Kinder sind auch Menschen
Datum: 04.03.2021, 12:01
Am 2. März 2021 wurde ich im Landgericht Kassel in einem Berufungsverfahren von sämtlichen Anklagepunkten freigesprochen. Der Vorwurf, ich hätte sogenannte „Homosexuelle“ beleidigt bzw. Volksverhetzung betrieben, ist somit entkräftet. In der Kasseler Lokalpresse (Hessisch Niedersächsische Allgemeine) wurden Aussagen getroffen, die ich in einem Leserbrief korrigieren wollte. Diese von der HNA-Redaktion abgelehnte Zuschrift ist nachfolgend wiedergegeben.
Mit Erstaunen habe ich den Bericht „Freispruch stößt auf Kritik. Uni distanziert sich erneut von Kutscheras Thesen“ in der HNA (04.03.2021) zur Kenntnis genommen. Dort wurde über eine mir unbekannte Pressemitteilung der Uni Kassel berichtet sowie dargelegt, dass zwei Politiker (SPD, Linke) über meine „menschenverachtenden Aussagen gegen Homosexuelle und queere Menschen“ enttäuscht bzw. entrüstet wären. Leider sind im HNA-Bericht irreführende Behauptungen abgedruckt, die ich nachfolgend korrigieren möchte.
1. In keinem Satz des kritisierten kath.net-Interviews vom 05.07.2017 (Ehe für alle) habe ich „verächtliche Statements über Menschen mit diversen Lebensentwürfen“ abgegeben. Ich habe das Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare kritisiert, und das aus evolutionsbiologischer Sicht mit Verweis auf Inzuchthemmung, Mutterbindung und den Stiefvater-Effekt.
2. Nach meiner Promotion an der Uni Freiburg und mehrjährigem US-Forschungsaufenthalt (Stanford University) sowie meiner Habilitation an der Uni Bonn, hatte ich 1993 (nicht 2002!) das Glück, an der Uni Kassel eine C4-Professur (Lehrstuhl) übernehmen zu können. Ich bin der Kasseler Hochschule zu großem Dank verpflichtet, da ich hier optimale Arbeitsmöglichkeiten vorgefunden habe. Am Rande des Prozesses habe ich der HNA gegenüber mitgeteilt, dass ich ab 01.04.2021 in San Francisco (Kalifornien, USA) (nicht in Florida!) in einem Stanford-Projekt arbeiten, aber auch weiterhin in Deutschland tätig sein werde.
3. Es macht mich „wütend und traurig“, dass die HNA in keinem Wort erwähnt, dass ich im „Strafverfahren“ als „Anwalt“ jener Kinder, die in Homo-Haushalten untergebracht werden sollen, aufgetreten bin. Es ging mir primär um das Kindeswohl und nicht darum, „homosexuelle Personen“, die weder definiert, noch zahlenmäßig erfasst werden können, zu diskreditieren.
4. Meine schlimmsten Befürchtungen, d. h. emotionaler, physischer und erotischer Kindesmissbrauch, hat die HNA in derselben Ausgabe unter der Überschrift „Mildes Urteil für Sexualstraftäter“ bestätigt. Ein Stiefvater hat seinen genetisch fremden Adoptivling von einem homosexuell-pädophilen Mann missbrauchen lassen. Exakt das habe ich im Amts- und Landgericht im Rahmen mehrstündiger Verteidigungsreden – mit Vorlage wissenschaftlicher Quellen – erläutert.
5. Kinder sind auch Menschen und haben eine Würde. Sie wurden in fast allen Berichten zu meinem Freispruch ignoriert, während man die acht beleidigten „Homosexuellen“ zu prominenten Opfern aufbaut. Das passt in unsere dekadente, aussterbende Gesellschaft.
Leider kann ich diese Klarstellung nicht in der Mainstream-Presse publizieren und muss daher auf meinen Blog in der Freie Welt zurückgreifen, der glücklicherweise bisher noch nicht zensiert wird.
Weitere Infos: www.evolutionsbiologen.de
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