Bundespräsident Max Otte_ Überqualifikation als Weihe-Hindernis!
Bundespräsident Max Otte_ Überqualifikation als Weihe-Hindernis!
Datum: 28.01.2022, 09:33
Vor einigen Wochen wurde ich von einem Links-Grünen Journalisten im vorwurfsvollen Unterton gefragt, warum ich von 2018 bis Anfang 2021 Kuratoriumsmitglied in der "Desiderius Erasmus-Stiftung" war. Dieser AfD-nahe Verein sei doch von Rechtsextremisten dominiert, und das wäre skandalös. Weiterhin wurde mir die Frage gestellt, warum ich im Februar 2021 aus der DES ausgetreten bin.
Ich antwortete sinngemäß wie folgt: Als politisch neutraler, parteilos-atheistischer Evolutionsbiologe und Physiologe war es für mich eine wertvolle Lebenserfahrung, einmal für begrenzte Zeit in einer politischen Stiftung präsent gewesen zu sein. Ich konnte in der DES Persönlichkeiten, wie Frau Erika Steinbach, Professor Max Otte, Dr. David Berger und Frau Diplom-Biologin Angelika Barbe kennen lernen, und schon das war für mich ein enormer Gewinn. Auf keiner der Kuratoriumssitzungen wurde irgendein nicht-basisdemokratischer Satz geäußert, das kann ich als Anwesender definitiv bezeugen.
Der irritierte Journalist wiederholte dann seine Phrase von "rechten AfD- Positionen" usw., sodass ich genötigt war, zu sagen --" ja, die DES-Mitglieder sind alles rechtschaffene Personen und Leistungsträger der Gesellschaft, die sich Sorgen um die Zukunft Deutschlands machen". Gegenüber Frau Steinbach und Herrn Otte hatte der linke Gutmensch besonders viel Zorn abzuladen -- das wären doch keine Demokraten, sagte er in belehrendem Hochdeutsch.
Meine wiederholte Frage, was verwerflich oder "rechts" daran sei, wenn sich hochkarätige Persönlichkeiten, die in ihrem Leben viel geleistet haben, Sorgen um ihr Heimatland machen, konnte mir der Journalist nicht beantworten. Ich erzählte ihm noch, dass ich seit April 2021 per Vertrag als Projektwissenschaftler in Stanford-CA-USA arbeite und daher aus allen deutschen Akademiker-Vereinigungen, wie der DES, dem Hochschulverband usw., ausgetreten bin.
Im Rahmen meiner Kuratoriums-Mitgliedschaft in der DES, und bei späteren Privat-Treffen, hatte ich die Gelegenheit, unseren damaligen Vorsitzenden, Prof. Max Otte, persönlich kennen und schätzen zu lernen. Herr Otte wäre als Bundespräsident ein enormer Gewinn für Deutschland, und das aus den folgenden Gründen.
Im Gegensatz zu den meisten Personen aus der derzeitigen Politik-Szene Deutschlands hat Herr Otte einen außergewöhnlichen, internationalen Lebenslauf. Wie aus seiner Webpage hervorgeht( www.max-otte.de), ist er Deutsch-Amerikaner, mit Doktortitel von der Princeton University, und Berufserfahrung als Professor an der Boston University. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland war Otte bis 2018 u.a. Professor in Worms bzw. Graz-Österreich, und hat nebenbei sein erstklassiges Investment-Unternehmen aufgebaut. Außerdem ist er ein erfolgreicher Buchautor und Publizist von hohem Rang. Nebenbei agiert er als Musiker, und kann auch eine beachtliche Expertise im historisch-philosophischen Bereich vorweisen (Stichwort Oskar Spengler, Untergang des Abendlandes).
Aus Ottes Vorträgen im Rahmen der DES kann ich seine basisdemokratisch-konservative Position bezeugen, wie auch sein klares Bekenntnis zum US-Fairnessprinzip. Diesen Gerechtigkeits-Grundsatz habe auch ich erst in den USA kennen und schätzen gelernt. Daher hatte ich kein Problem damit, als Atheist, Papst Benedikt XVI zu verteidigen (siehe kath.net/news/77421). Aussagen, wie jene auf der Diffamierungs-Plattform "Wikipedia", Max Otte würde "rechtskonservative Thesen " verbreiten, sind pure, Neid-getriebene Polemik und in schärfster Form zurückzuweisen. Wie Herr Prof. Otte auf seiner Webpage schreibt: Er ist Unternehmer, Publizist und lupenreiner Demokrat.
Besonders hervorzuheben ist die Tatsache, dass Max Otte, als liebevoller Vater von drei Kindern, auch ein großes Interesse und umfassendes Wissen zur Biologie des Menschen mitbringt. Genau diese Expertise fehlt weitgehend in der aktuellen SPD-CDU-FDP-Grünen Blockpartei-Politik (die CDU kann ich leider nicht als Opposition wahrnehmen).
Zum Thema "Evolution des menschlichen Verhaltens" führte ich mit dem vielseitig interessierten Ökonom einige Fachgespräche -- ich habe dabei den Eindruck gewonnen, dass Herr Otte gerne Naturwissenschaftler geworden wäre. Da aber in Deutschland unabhängig-kreative Biologen und Chemiker, oft unbequeme Selbstdenker mit "unerwünschtem Insiderwissen zu den Coronaviren, der Populationsdynamik usw.", unbeliebt sind und schlechte Berufsperspektiven haben, war Ottes Entscheidung, Ökonom zu werden, wohl klug und richtig.
Ich kann nachvollziehen, dass CDU-Mitglieder, die der "Werteunion" angehören oder nahe stehen, über Ottes Annahme des AfD-Vorschlags, am 13. Februar 2022 als Bundespräsidentenkandidat bereit zu stehen, verärgert sind. Die ehemals christlich-konservative CDU, wie sie bis zum Ende der Ära Helmut Kohl existierte, ist aber, nach 16 Jahren Führung unter einer kinderlosen, Rot-Grünen "Mutti für alle Welt", zu-Tode-"gemerkelt", und die Chancen auf einen Neuanfang sind gering. Schaut man sich alte Wahlplakate der CDU aus den 1980er Jahren an, und vergleicht deren Inhalte mit den Hauptaussagen der AfD heute, wird man viel Übereinstimmung finden. Es ist mir unbegreiflich, warum rationale Ex-CDU-Positionen, z.B. zur Zuwanderung-Integration usw., heute, im "Blauen Gewand", plötzlich als "rechtsradikal" interpretiert werden.
Am 13.2. 2022 wird wohl kein neuer Bundespräsident gewählt werden; nach alt-mütterlicher Sitte wird der Main-Gestreamte "Dorfbub Heini Steini" das Rennen um die Position des Staatsoberhaupts gewinnen. Max Otte, der als Krisen-Ökonom, Hochschullehrer, Alumnus der Elite-Princeton-Uni, Unternehmer, Publizist, Bestseller-Autor, Demokrat mit Rückgrat, Musiker und allround-gebildeter Gelehrter mit Sympathie--Empathie ausgewiesen ist, wird wohl wegen dieser unerwünschten Mehrfach-Qualifikation kaum Chancen haben-- Überqualifikation als Weihe-Hindernis, könnte man sagen.
Das "Rot-Gelb-Grüne, Maulkorb-verliebte, Gender-sensible, Klima-Corona-Panik-Narrenschiff" (F.J. Strauss) wird weiter in den Abgrund driften. Der Outsider Max Otte kann aber durch diese kluge AfD-Nomination Sand in das Getriebe der Staats-Destruktion streuen, und ist ein Gewinn für die Außendarstellung Deutschlands!
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Dr. Ulrich Kutschera
Professor of Biology
Academic Advisor & Manager: Project W. R. Briggs/Stanford-019
I-Cultiver, Inc., San Francisco Bay Area, Tracy, CA 95376, USA
The Systems Biology Group, Inc., Palo Alto, CA 94306, USA
AK Evolutionsbiologie, 79104 Freiburg i. Br., Germany
www.evolutionsbiologen.de
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