Prof. Dr. Adorján F. Kovács

zu Person und Archiv

Zwei Prophezeiungen

Veröffentlicht:

Zwei Prophezeiungen
Datum: 02.01.2016, 12:39

Wenn in der Person der Kanzlerin die im Westen breit erfolgreiche Kulturrevolution der 68er auf eine echt sozialistische Sozialisation trifft, dann wird eine linke Gesinnung potenziert. Gibt man dann noch einen Tropfen Christentums dazu, dann wird aus dem Träger oder der Trägerin dieser Gesinnung nicht nur ein Trottel, sondern ein perfekter Trottel (so der Philosoph Dávila zu Leuten, die Unvereinbares zusammenpanschen). In ihrer Neujahrsansprache wandte sich die Kanzlerin gegen Menschen, die Hass im Herzen trügen, meinte damit aber nicht die Neuankömmlinge, die München in exakt derselben Nacht in Alarm versetzten, sondern friedliche Deutsche, denen sie vorwarf, ihr Deutschsein „exklusiv“ zu sehen, also mit einem Begriff noch einen Inhalt zu verbinden. Beide Denkfehler deuten auf eine intellektuelle Verwahrlosung hin, die den scheinbar harten Begriff des Trottels rechtfertigen könnten. Denn an Durchtriebenheit und Böswilligkeit mag man bei der Kanzlerin doch wohl nicht denken.

Das Zusammenpanschen von Dingen, die nicht miteinander vereinbar sind, ist ein Kennzeichen des sich universal und damit beliebig gebenden Mainstreams. Es seien zwei Prophezeiungen gewagt. Die eine betrifft das islamische Kopftuch. Ich habe auf diesem Blog ja schon grüne Politikerinnen vorgestellt, die ernsthaft glaubten, in Khartum mit vollverschleierten Frauen über Gender-Mainstreaming diskutiert zu haben. Sollte Frau Klöckner mit ihrem Gesetzesvorstoß gegen die Burka und ähnliche religiös motivierte Kleiderordnungen Erfolg haben, wird es nicht wenige linke Aktivistinnen geben, natürlich alles überzeugte Atheistinnen und Feministinnen, die sich „aus Solidarität“ ein Kopftuch umbinden werden. Der Surrealismus wird Alltag werden.

Der Plan der Grünen für einen „Veggie-Day“ ist noch in bester Erinnerung. Er ist zwar vorläufig gescheitert, nicht aber das Rauchverbot. Das angeblich ungesunde Schweinefleisch ist auch schon teilweise aus Mensen verschwunden. Der nächste Schritt der Grünen auf der Suche nach Schnittmengen mit den muslimischen Einwanderern und potentiellen Wählern wird das Alkoholverbot sein. Die Prohibition wird kaum eine komplette sein und vielleicht nur auf bestimmte Bereiche beschränkt, aber der Vorschlag wird kommen und natürlich nicht religiös, sondern gesundheitlich begründet werden. Die genannte Schnittmenge wäre dann eben ein gerne in Kauf genommener Vorteil. Die Deutschen sind schon derart abgerichtet, dass sie auch das fressen werden.

Sven von Storch

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.

PayPal

Für die Inhalte der Blogs und Kolumnen sind die jeweiligen Blogger verantwortlich. Die Beiträge der Blogger und Gastautoren geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder.

Add new comment

CAPTCHA
Enter the characters shown in the image.
This question is for testing whether or not you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.