Who speaks_
Who speaks_
Datum: 11.07.2018, 07:28
Foucault wies in seiner Diskurstheorie darauf hin, dass nicht nur das reine Sachargument zähle, sondern auch die Person, die das Argument verwende. Denn das ganze Paket gehöre zu den „Dispositiven der Macht“, der Macht, die das treibende Element unserer Zeit sei. Positiv ausgedrückt sind die Subjekte des Diskurses nicht passive Empfänger von Argumenten, sondern kämpfen selbst als Bestandteile des Diskurses um Macht. Die Subjektivität der Diskursteilnehmer werde damit ernst genommen, wird aber eben auch zu einem möglichen Ansatzpunkt für Kritik. Denn die Denunziation wird damit von Foucault geadelt.
Der irische Premierminister, Leo Varadkar, ist als solcher nie von den Iren gewählt worden, sondern durch den Rücktritt seines Vorgängers in das Amt gelangt. Er hat sich vor der von den linken EU-Befürwortern und Medien lange propagandistisch vorbereiteten Volksabstimmung klar für die „gleichgeschlechtliche Ehe“ ausgesprochen; kürzlich hat er sich zur Migrationsdebatte in dem Sinne geäußert, dass Irland viele Migranten aufzunehmen bereit sei, dass Europa Migranten bräuchte, dass diese eine Bereicherung seien und dass die Migration als Krise nur eine Erfindung der „rechten“ und „populistischen“ Parteien sei. Er begründet seine Meinung mit den üblichen Argumenten der „Freiheit“ (bei der Homo-Ehe) sowie der schwachen europäischen Geburtenzahl und wirtschaftlichen Erfordernissen (bei der Migration).
Nimmt man Foucault ernst, darf man von den Argumenten, die an sich schon schwach sind, absehen und sich die Person Varadkar anschauen. Who speaks? Varadkar ist der Sohn eines Inders und homosexuell. Dass er irgendwie katholisch erzogen wurde, bedeutet seit dem Zweiten Vaticanum leider nicht mehr viel, ist eher als ein Verstärker für Varadkars Einstellung zu werten. Mehr muss man gar nicht wissen, um seine globalistische linke Position im „Diskurs“ zur Homo-Ehe und zur Migration zu verstehen. Hier spricht einer pro domo. Ein Angehöriger einer Minderheit drückt der Mehrheitsgesellschaft seinen Stempel auf. Als Angehöriger der Homosexuellenlobby billigt Varadkar unter dem Mantel des Minderheitenschutzes die Zerstörung der bereits angeschlagenen Ehe als Grundlage einer möglichen demographischen Gesundung Europas. Als Bürger mit Migrationshintergrund unterstützt er die One-World-Agenda der UN und der EU im Sinne der kaum gebremsten, hauptsächlich muslimischen Masseneinwanderung. In seiner Lebenszeit wird ihm als Schwulem nichts passieren. Über seine Lebenszeit denkt er nicht hinaus.
Früher hätte man solche Überlegungen denunzierend genannt, aber seit Foucault müssen auch die Linken und die Migranten es sich gefallen lassen, dass man sich anschaut, wer spricht. Es muss den Europäern klar sein, dass mit dem Anstieg der Zahl von Migranten auch die Zahl jener steigt, die im eigenen Sinn Politik machen. Wenn schon heute bestimmte kleine Minderheiten sich durchsetzen, um wieviel mehr in naher Zukunft weit größere Minderheiten, die wissen, was sie wollen, und wahrscheinlich bald Mehrheiten bilden. Und da die meisten der Einwanderer Muslime sind, ist von einer gegen die autochthone Gesellschaft gerichteten aggressiven Agenda auszugehen. Als (zumeist) Illegale stehen sie unter Druck und werden versuchen, die Diskurshoheit zu erlangen und gegen „die, die schon länger hier wohnen“, „legal“ zu werden. Das ist ja auch Merkels erklärtes Ziel: aus Illegalen Legale machen. Je mehr sie werden, umso besser – aber nur für sie. Die ersten muslimischen Parteien in Europa sind schon gegründet. Foucault hat in dem Sinne absolut recht, dass Nichteuropäer, besonders Muslime – und linke Europäer helfen dabei mit – eher ihre eigenen als europäische oder gar christliche Interessen vertreten werden. Besonders, wenn sie an der Regierung sind. Es mag Ausnahmen geben, aber Pakistanis als Bürgermeister oder Innenminister werfen Fragen auf: Who speaks?
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