Prof. Dr. Adorján F. Kovács

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Westergaard und Mazyek

Veröffentlicht:

Westergaard und Mazyek
Datum: 09.09.2010, 20:59

 

Der dänische Karikaturist Kurt Westergaard hat gestern in Potsdam den M100-Medienpreis erhalten und ist von der Bundeskanzlerin demonstrativ für seinen mutigen Einsatz für Meinungs- und Pressefreiheit geehrt worden. In seiner Dankesrede hat er etwas meines Erachtens sehr Wichtiges gesagt. Sinngemäß wies er darauf hin, dass sich die Anhänger des mohammedanischen Glaubens doch selbst geehrt fühlen dürften, genauso wie die Christen oder die Angehörigen anderer Religionen satirisch durch den Kakao gezogen zu werden. Das sei doch geradezu ein Zeichen des Respekts, weil man sie ernst nähme, wie auch ein Zeichen dafür, dass sie zur Gesellschaft mit dazugehörten. Da ist was dran.

Dem Generalsekretär des Zentralrats der Muslime Aiman Mazyek dagegen fiel im Interview des ZDF-heute-journals mit Marietta Slomka nichts anderes ein, als auf die (offenbar seiner Meinung nach) durch die Westergaard-Karikaturen verletzte Würde des Menschen zu verweisen, die doch in der Verfassung garantiert sei. Welches Menschen? Das überzeugte nicht. Mir fiel auch auf, wie er mehrfach herabsetzend über das Grundgesetz sprach: "Da stehen lauter schöne Sachen drin." Oder war das Ironie? Ich glaube, ich sollte mich beleidigt fühlen.

 

Sven von Storch

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