Trumps Pressekonferenz
Trumps Pressekonferenz
Datum: 17.02.2017, 11:35
Am Mittwoch gab Donald J. Trump eine Pressekonferenz, die ursprünglich nur zur Ankündigung eines neuen Arbeitsministers gedacht war und zu einer über eine Stunde dauernden Sitzung ausuferte. Man kann sich diese wirklich denkwürdige Pressekonferenz im Internet anschauen und anhören - und man sollte es auch tun. Es ist ein Genuß.
Auf „SPON“ wird der Präsident nun (in gewohnt kommunistischer Weise) als geistig krank bezeichnet, weil er nicht etwa reuig in die Defensive gegangen ist, wie das die deutsche Presse nach ihren Angriffen von den Angegriffenen gewohnt ist, sondern ganz im Gegenteil selber zum Angriff überging. Ich will nicht auf Inhalte eingehen, denn diese können, wie das in der Natur der Sache liegt, immer unterschiedlich bewertet werden. Es geht um den prinzipiellen Umgang mit einer mehrheitlich linken, von vorneherein feindlichen und aggressiven Presse.
Und dass auch in den USA die Presse mehrheitlich der demokratischen Partei zugewandt ist (wie die hiesige der SPD und den Grünen), ist kein Geheimnis. Entsprechend wird nach dem Schock über Trumps Wahlsieg nun ausschließlich schlecht über dessen Regierung geschrieben. Die Presse, die eigentlich keine politische Funktion hat, sondern nur berichten sollte, will ihre Macht zeigen und schafft durch ihre, wie gesagt, 100%-ig negativen Kommentare, die mit Berichten kaum mehr etwas zu tun haben, eine virtuelle Realität, gegen die die neue republikanische Regierung ankämpfen muss.
Das ist schwer und das kann man nur offensiv machen. Helmut Kohl hat zwar die nötige Elefantenhaut besessen, die jahrelange „Birne“-Verunglimpfung auszuhalten. Aber auch er hat leider die angekündigte „geistig-moralische Wende“ gegen den linken Zeitgeist nicht durchsetzen können. Der Abstieg Deutschlands zu einer multikulturellen, multiethnischen und nihilistischen „Allerwelts“-Gesellschaft ging weiter, ganz im Sinne der internationalistischen (heute chic globalistisch genannten) Linken.
Man muss bei der Presse ansetzen, um etwas zu ändern. Mindestens ein Gleichgewicht der Berichterstattung und Kommentierung muss erreicht werden. Viktor Orbán hat das in Ungarn nach seiner Niederlage 2002 vorbereitet und nach seinem grandiosen Sieg 2010 vollendet. Diese neue Ausgewogenheit der Presse, die durch Schaffung bisher nicht vorhandener, rechts orientierter Medien erreicht wurde, hat zu wütenden Angriffen der westlichen Presse geführt, die von einer angeblichen Einschränkung der Pressefreiheit sprach, die jedoch nicht einmal die Ungarn feindlich gesonnene EU erkennen konnte. Das Einzige, was passiert ist, war die Stärkung einer nicht-linken Presse.
Ob Breitbart ausreicht, eine echte Gegenöffentlichkeit zu schaffen, kann ich nicht beurteilen. Ich vermute, das muss noch ausgeweitet werden; Menschen, die reich und politisch interessiert genug sind, entsprechende Organe zu finanzieren, dürfte es geben. Jedenfalls hat Trump völlig richtig agiert, indem er offensiv agiert. Anders wird den ununterbrochenen Angriffen der Presse nicht standzuhalten sein. Die Fitness und Ausdauer des Präsidenten bei der besagten Pressekonferenz war jedenfalls bewundernswert. Wenn er diese ungemein schwierige Anfangsphase seiner Regierung so, mit dieser unbeirrten Power, übersteht, dann werden die undifferenzierten Angriffe der Presse immer langweiliger und merklich abebben. Aufhören werden sie nie, denn selbst Erfolge Trumps werden zu medialen Wutausbrüchen führen, würden sie doch alle linken Träume zerstören.
In Deutschland ist die Situation dagegen verzweifelt. Sogar bislang seriöse Blätter wie die „FAZ“ sind sich nicht zu schade, primitive Propaganda zu betreiben, die karikaturistisch verkleidet ist. Eine Gegenöffentlichkeit gibt es fast nur im Netz. Unter einer zu erwartenden rot-rot-grünen Regierung wird gegen diese Gegenöffentlichkeit unter dem Vorwand des „Kampfs“ gegen „Hass“, „Fake news“ und „Rechts“ noch schärfer vorgegangen werden. Ob 2021 dann die zu befürchtende Herunterwirtschaftung Deutschlands zu einer heilsamen Krise führen könnte, das weiß niemand. Die Deutschen brauchen wahrscheinlich das Vorbild und die Hilfe der Nachbarvölker.
Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.
Für die Inhalte der Blogs und Kolumnen sind die jeweiligen Blogger verantwortlich. Die Beiträge der Blogger und Gastautoren geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder.


Add new comment