Sozialismus
Sozialismus
Datum: 24.05.2024, 21:03
Überall in Deutschland wird von „grün“ bewegten Politikerinnen, Politikern und Politikastern aller Altparteien egal welcher Farbe das Fahrradfahren in der Stadt „gefördert“, weil es gesund, leise und CO2-arm sei.
Es gibt lange schon Einbahnstraßen, in denen sich Fahrradfahrer jedes Geschlechts entgegen der Fahrtrichtung bewegen dürfen, wodurch die Autofahrenden auf beiden Seiten mit Radfahrern (m/w/d) rechnen müssen, was für beide Seiten nicht ungefährlich ist. Manchmal wird das Autofahrende auch verächtlich vom Bessermenschlichen bespuckt. Die Fahrbahn ist aber meist auch auf Straßen mit motorisiertem Gegenverkehr durch Fahrradspuren in beiden Richtungen deutlich eingeengt worden. Oft sind aus vierspurigen Straßen zweispurige gemacht worden, was Staus verursacht. Neuerdings gibt es so genannte Fahrradstraßen, auf denen das Überholen der Radfahrerinnen, Radfahrer und Radfahrenden verboten ist und man hinter – naturgemäß betont langsam mitten auf der Straße zockelnden, um es diesen motorisierten Arschlöchern und Arschlöcherinnen einmal so richtig zu zeigen – Verkehrsteilnehmenden herdümpeln darf, die sich nicht schneller als mit 10 bis 20 km pro Stunde fortbewegen können. Auch das führt zu Behinderungen. Es ist aber für die gute Sache. Die sündhaft teuren Lastenfahrräder, meist von aggressiven menstruierenden Menschen, die geboren haben, gelenkt, sind schneller, immerhin.
Wenn man die Methode der Linken – und das sind Sozialisten und Sozialistinnen aller Lager, seien sie nun grün, rot, gelb oder schwarz – untersucht, muss man immer zwei Gesichtspunkte untersuchen:
Warum tun sie es und für wen?
Warum also? Die offizielle Begründung habe ich oben schon gebracht. Gesund, leise und sauber. Das ist die „grüne“ Zukunft, die „für die Menschheit“ angestrebt wird. Darunter machen sie’s nicht. Man könnte es auch eine Utopie nennen, denn diese Zukunft ist sehr weit weg. Und ob sie überhaupt jemals kommt, steht dahin. Aber die Gegenwart ist auf jeden Fall schlecht – beziehungsweise wird sie von den Linken schlechtgeredet, um die (immer revolutionäre!) Aktion rechtfertigen zu können. Erst einmal soll die Zukunft also in Deutschland erschaffen werden, das Vorbild sein will und „Rat gibt rings den Königen und den Völkern“ (– auch die Linken sind oft „gut in Hölderlin“.) Denken wir deshalb weiter, in einer Art reductio ad absurdum. Das ist angemessen, weil Linke mit ihren Forderungen niemals aufhören und alles auf die Spitze treiben. Keine Halbheiten; schon Marx hat eine „rücksichtslose Kritik“ gefordert, die sich „nicht vor ihren Resultaten fürchtet“. Wir machen also aus allen Straßen Fahrradstraßen und alle Menschen werden Fahrradfahrende. Das führt zum endgültigen Ende der Autoindustrie, ohne adäquaten Ersatz (denn Elektroautos werden mittelfristig nicht funktionieren und dürften in Städten bald auch nicht geduldet werden), ferner zum weitgehenden Erliegen des Gütertransports mit entsprechenden Folgen. Zudem ist die Mobilität der Menschen extrem eingeschränkt, einmal, weil nicht alle Fahrradfahren können, und dann auch, weil die Reichweite physisch begrenzt ist. Deutschland wird, denkt man linke Fahrradpolitik konsequent durch, ein Schwellenland, wie es Maos China einmal war. Ob das gesund, leise und sauber war, darf bezweifelt werden. Es wäre also nichts besser und alles schlechter geworden. Und das ist immer so mit linker Politik. Eine teilweise zurecht kritisierte Situation – denn optimal ist die Welt nicht, immer gibt es Dinge, die man optimieren kann – wird nicht durch besonnene Maßnahmen verbessert, sondern das Problem wird dafür benutzt, das funktionierende Bestehende für eine Zukunft, die nie eintritt, kaputt zu machen, aber ohne etwas Gutes an seiner Statt zu erschaffen. Diese Entwicklung ist absehbar, und weil sie absehbar ist, ist sie gewollt.
Für wen wird das gemacht? Das ist die alte soziologische Grundfrage: Cui bono? Wem nützen diese Fahrradstraßen überhaupt? Die Linken sagen: „den Menschen“. Wer sind „die Menschen“? Wo immer ich hinkomme, in welcher kleinen oder großen Stadt ich auch bin: Immer sind die Fahrradspuren leer oder es fahren zwei, drei Fahrradfahrende auf ihnen. Das heißt: Es gibt praktisch überhaupt keinen Bedarf. Und an der „fahrradfreundlichen“ Stadt wird ja nicht erst seit gestern gearbeitet. Mag sein, dass es etwas mehr Fahrradfahrende gibt als früher. Aber immer noch, und wohl auf absehbare Zeit, ist es so, dass die Maßnahmen nur einigen wenigen nützen, aber hunderttausenden von Menschen schaden. Nämlich denen, die ein Auto fahren. Auch hier sieht der interessierte Beobachter, dass vor allem zerstört wird, und nicht gedeihlich verbessert. Der öffentliche Nahverkehr ist ja nicht in der Lage, die Privatfahrten zu ersetzen. Ja, die dreckigen Umweltsünderinnen und -sünder sollen merken, dass sie unerwünscht sind. Ja, es soll ihnen schlechter gehen, auch wenn sie in der großen Mehrheit sind. Die Fahrradfahrenden sind den Linken herzlich egal. So wie ihnen die Arbeiter, die Frauen, die Homosexuellen, die People of Color immer egal waren und sind. Es geht um das Quälen und Kaputtmachen von Menschen. Und das ist immer so mit linker Politik. Und weil auch dieses Ergebnis absehbar ist, ist es natürlich gewollt.
Sozialismus nützt immer nur sehr wenigen und schadet der großen Mehrheit, er zerstört immer die Gegenwart im Namen einer Zukunft, die nie kommt.
Übrigens ist der Sozialismus die Vorstufe zum Kommunismus. Beim erreichten Sozialismus wird nicht aufgehört. Es muss ja weiter zerstört werden. Deshalb sind Sozialisten immer Kommunisten. Sozialisten nennen sich nur aus taktischen Gründen so (oder Sozialdemokraten oder Grüne oder Linke); der Kommunismus hat noch ein zu schlechtes Image. Aber das gibt sich. Wenn alle erst gleich sind, alle Fahrradfahren (müssen) – und alle Käfer essen (müssen) –, werden schon alle kommunistisch und glücklich sein. Sie reden dann auch alle gleich, in der Sprache, an der man die Gleichgemachten erkennt. Wehe dem, der oder was auch immer, das sich nicht daran hält! Ein paar Wenige müssen halt auch dann auf die Gleichgemachten aufpassen; die sind eben ein bisschen gleicher. Das sind die Linken. Die suchen immer weiter nach etwas, das sie kaputtmachen können. Richtig zufrieden werden die nie. Aber die sie gewählt haben, weil sie den gesunden, leisen und sauberen Blödsinn mit dem Radfahren geglaubt haben, das sind ganz ganz sicher die Glücklichen. Und Glücklichinnen. Wir wollen ja immer schön korrekt bleiben.
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