Sicherheitsrisiken
Sicherheitsrisiken
Datum: 29.12.2016, 14:46
Zwar haben die westlichen Medien schon einhellig vor „Nationalismus“ und „Populismus“ anlässlich der rumänischen Wahlen gewarnt, aber es ist nochmal im Sinne der linken veröffentlichten Meinung gut gegangen: Die Richtigen, also die Sozialdemokraten haben gewonnen. Dann folgte das, was man überall, eben auch in Rumänien, von einer sozialistischen Partei erwarten kann und muss: Im internationalistischen bzw. multikulturellen Geist wurde eine muslimische Politikerin aus der tatarischen Minderheit für das Amt des Premierministers vorgeschlagen.
Dann ereignete sich das Unerwartete. Obwohl es sich um eine Angehörige von gleich zwei Minderheiten und damit (nach deutschem Verständnis) um eine doppelte Heilige handelt, lehnte der rumänische Präsident Iohannis die Ernennung von Sevil Shhaideh ab. Eine Begründung gab er nicht, wozu er laut rumänischer Verfassung auch nicht verpflichtet ist.
Zu erfahren war allerdings, dass der Ehemann Frau Shhaidehs ein Syrer ist, der 20 Jahre für Assad gearbeitet hat und ein Anhänger sowohl dieses Präsidenten als auch der im Westen als Terrororganisation eingestuften Hisbollah ist. Daher ist wahrscheinlich, dass Sevil Shhaideh, obwohl eine Frau und damit (nach deutschem Verständnis) sakrosankt, als Sicherheitsrisiko für Rumänien und als Zumutung für die anderen EU-Mitgliedstaaten eingestuft wurde.
Gibt es in Deutschland ähnliche Probleme? Offiziell natürlich nicht, da Deutschland nicht mehr in Kategorien von Sicherheit und Ordnung für seine Bürger denkt. Die Polizeikräfte sind drastisch reduziert worden, eine Armee ist praktisch nicht mehr existent, die Grenzen sind weit offen. Trotzdem gibt es mohammedanische Politiker, deren Loyalität zu Deutschland subjektiv vielleicht nicht zweifelhaft, objektiv dennoch gefährdet ist.
Da ist einmal Sahra Wagenknecht, deren Mutter eine (Ost-)Deutsche und deren Vater ein iranischer Moslem ist. Damit ist sie nach islamischer Auffassung Muslima. Weil sie als überzeugte Linke sicherlich Atheistin ist, darf sie jederzeit von jedem (orthodoxen) Moslem als Apostatin getötet werden. In einer ähnlichen Situation befindet sich Yasmin Fahimi, ebenfalls Tochter einer Deutschen und eines Iraners. Auch sie hat einen islamisch kompatiblen Vornamen, was kein Zufall ist. Die deutsche Mutter gibt in binationalen Beziehungen meist ihre Kultur auf, während der muslimische Vater genau weiß, dass der Nachwuchs seine Religion übernimmt und deshalb entsprechend handelt. Sollte Frau Fahimi als Sozialdemokratin ebenfalls glauben, religiös „neutral“ denken zu dürfen, kann sie sich auch niemals unvoreingenommen und frei zum Islam, dem drängendsten politischen Problem der Gegenwart, äußern.
Cem Özdemir wird wahrscheinlich der nächste baden-württembergische Ministerpräsident. Ihn wird kein anderer Politiker ernennen, also auch nicht verhindern. Wahrscheinlich werden die Deutschen den „schwäbischen Türken“ oder „türkischen Schwaben“ sogar in seiner neuen Position begrüßen. Er hat sich als überzeugter, aber relativ liberaler Moslem schon so oft gegenüber seinen orthodoxeren Religionsgenossen streitbar in die Nesseln gesetzt, dass an seiner Loyalität wohl nicht gezweifelt werden darf. Dennoch muss man sich auch bei ihm fragen, ob er in Grenzfällen gegen seine muslimischen Brüder und Schwestern entscheiden würde. Der Druck auf ihm wäre gewaltig, seine Erpressbarkeit größer als bei jedem Deutschen vergleichbarer politischer Statur. Aber die Deutschen wissen natürlich alles besser als die Rumänen. Man darf gespannt sein.
Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.
Für die Inhalte der Blogs und Kolumnen sind die jeweiligen Blogger verantwortlich. Die Beiträge der Blogger und Gastautoren geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder.


Add new comment