Prof. Dr. Adorján F. Kovács

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Nachtigall, ick hör dir trapsen

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Nachtigall, ick hör dir trapsen
Datum: 17.04.2018, 15:09

Es ist, das stimmt schon, kein Geheimnis und steht auf der Webseite der Europäischen Kommission (– aber wer schaut da schon nach!): Der Vizepräsident der Europäischen Kommission, Frans Timmermans, ein holländischer Kommunist – er verzichtet lediglich auf revolutionäre Gewalt, weshalb er sich als „Sozialdemokrat“ bezeichnet –, und der amerikanische Milliardär und Spekulant George Soros trafen sich am Montag, also gestern, zu einem Gespräch. Man dürfte kaum fehl gehen, dass es um den in Brüssel unerwünschten demokratischen Wahlsieg einer konservativen Partei in Ungarn ging, die sich nicht der Einwanderungsagenda der EU unterwirft.

Soros wird natürlich in den ausschließlich ausländischen Vorberichten zu diesem Treffen nicht als Spekulant, sondern als „Menschenfreund" und Gründer der „Open Society Foundation" vorgestellt. Herr Timmermans wiederum ist ein Freund der „diversity" Europas. Darunter versteht er nicht etwa die bereits gegebene Vielfalt der europäischen Völker, sondern er meint etwas Anderes: die islamische Masseneinwanderung. Das ergibt sich aus den Fakten. Er stellt sich selbstverständlich auch als „Menschenfreund" dar, der nur friedlich lenken will, was angeblich überall die Zukunft sei, nämlich die multikulturelle Gesellschaft. Aber auch das ist eine Lüge: China, Japan oder die arabischen Länder sind nicht besonders „divers" und es steht nicht zu erwarten, dass sie es in naher Zukunft sein werden.

Ich habe bei einer Google-Recherche keine deutsche Zeitung gefunden, die dieses Treffen publik gemacht hätte. Nun ist Soros zwar nur ein Privatmann, aber doch kein gewöhnlicher; insofern ist es schon interessant, warum er sich regelmäßig mit den ranghöchsten EU-Politikern trifft (Juncker ist auch sein häufiger Gesprächspartner, so im April 2017). Dann ist der Zeitpunkt verdächtig: nur eine Woche nach den ungarischen Wahlen. Timmermans beruhigt aber entsprechende Frager: Er trete wie Soros für „offene Gesellschaften ein mit gleichen Rechten für alle Bürger"und kenne Soros schon seit 20 Jahren... Umso schlimmer, möchte man da sagen – eine alte Seilschaft ist das. Es spricht jedenfalls Bände, dass deutsche Mainstream-Medien nicht nachfragen, worum es genau bei dem Treffen von zwei glühenden Befürwortern der Islamisierung Europas ging und welche möglichen Einflussnahmen des Milliardärs auf einen EU-Politiker denkbar sind.

Sven von Storch

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