Prof. Dr. Adorján F. Kovács

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Lampedusa und keine Folgen

Veröffentlicht:

Lampedusa und keine Folgen
Datum: 27.10.2013, 22:39

Dauernd strömen so genannte Flüchtlinge übers Meer nach Europa. Es dürfte schwer sein, die wirklich politisch Verfolgten von denen zu unterscheiden, die aus tiefem Frieden heraus einfach ein besseres Leben suchen, ohne verfolgt zu sein. Wie dem auch sei, es dürfte noch schwerer sein, alle, die da kommen wollen, tatsächlich dauerhaft aufzunehmen. Es ist ja kein populistisches Geschwätz, darauf hinzuweisen, dass die meisten dieser Leute dem hiesigen Arbeitsmarkt kaum zur Verfügung stehen würden.

Die EU hat vor kurzem ziemlich deutlich erklärt, ihre Einwanderungspolitik nicht ändern zu wollen. Bei vielen Menschen ist die Entrüstung groß über diese „kalte“ und „unmenschliche“ Haltung, besonders bei den Grünen und der Linken. Es gäbe einen einfachen Weg, die Hilfsbereitschaft speziell der deutschen Bevölkerung abseits unerfüllbarer Forderungen wie einer Öffnung der Grenzen auszutesten.

Die Erhöhung der Mehrwertsteuer um 1% würde alle belasten, alle könnten damit einen Beitrag leisten, den boat people zu helfen. Das Geld wäre zweckgebunden und würde vom Entwicklungshilfeministerium gezielt in den Herkunftsländern der so genannten Flüchtlinge einzusetzen sein. Ich wäre gespannt, ob bei denen, die jetzt so billig entrüstet sind, die Hilfsbereitschaft anhielte, wenn es an den eigenen Geldbeutel ginge.

Sven von Storch

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