Prof. Dr. Adorján F. Kovács

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Irgendwie verraten sie sich immer

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Irgendwie verraten sie sich immer
Datum: 23.01.2015, 09:34

Gestern bei Maybritt Illner trafen Täuscher auf Analphabeten: Auf ihre Frage, ob Gewalt gegen Ungläubige nach dem Koran erlaubt sei, entgegnete ein mohammedbärtiger, friedvoll in sich ruhender Husamuddin Meyer (Imam ohne Migrationshintergrund), dass es den Begriff „Ungläubiger“ angeblich im Islam nicht gebe; damit seien Leute gemeint, die im Unterschied zu Tieren (unfrei, weil instinktgesteuert) und Engeln (unfrei, weil zum Gotteslob geschaffen) die menschliche Möglichkeit nicht nutzen, sich frei zu Gott zu bekennen - wer „die Schönheit Gottes nicht erkenne, sei weniger als ein Tier“.

Jürgen Trittin, der auch in der Runde saß  und dummes Zeug über das Christentum faselte, outete sich zwar als Atheist, begriff aber als religiöser Analphabet gleichzeitig nicht, was der Imam gerade gesagt hatte: Er, Trittin, der ja Gottes Schönheit nicht erkennt, ist für den lieben Imam (und Muslime überhaupt) weniger als ein Tier. Was das für Konsequenzen hat, dürfte klar sein. Aber auch Frau Illner hat in der Hitze des Gefechts nicht begriffen, was da gerade still und leise gesagt worden ist. Seyran Ates, die mutig wie immer schon genug geradegerückt hat, hielt sich wissend zurück.

Als die Rede auf die Steinigung als Schariastrafe kam, zitierte unser freundlicher Imam das Wort Jesu aus dem Johannesevangelium: „Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein“ als Beweis dafür, dass auch Christen die Steinigung befürwortet hätten. Diese Taktik der bewusst falschen Verwendung eines Zitats wird von Muslimen oft angewandt, weil kaum noch einer in Deutschland die Bibel kennt. Diese eigentlich unglaubliche, unverfrorene Verdrehung ins Gegenteil konterte dann dankenswerter Weise Julia Klöckner, bei der man insgesamt den erfreulichen Eindruck hatte, dass sie noch weiß, dass die CDU einmal christlich orientiert war.

Dann wurden zwei junge Muslime präsentiert, ein Komiker vom Typus Kaya Yanar und eine Medizinstudentin mit strengem Kopftuch. Auf die Frage Frau Illners (der man anmerkte, dass sie sonst nie mit Muslimen zu tun hat und sie wie Wesen vom anderen Stern behandelt), ob die junge Frau nach den Charlie-Hebdo-Attentaten in ihrer Gruppe über Gewalt im Islam diskutiert hätte, antwortete diese, dass das nicht nötig sei. Sie hätte mit menschlichem Mitgefühl reagiert. Auch diese Pseudosentimentalität ist verräterisch: Das Entsetzen im Westen rührte ja weniger vom Mitgefühl her, das man für Menschen, die man überhaupt nicht kennt, kaum entwickeln kann, sondern daher, dass auf einen der Grundwerte unserer Gesellschaft und Kultur, die Meinungsfreiheit, ein mörderischer Anschlag verübt worden ist. Davon natürlich bei der bekopftuchten Frau, die als wandelnde Litfaßsäule von ihrer Religion kündet, kein Wort.

Irgendwie verraten sie sich immer.

Sven von Storch

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